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Dr. András Jakab, Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin, Wien, Fellow im Projekt FABRIC
 
Praxis 14. November 2014

„Forschungsaufenthalt ohne Kompromisse“

Erfahrungen und Tipps von Stipendiat Dr. András Jakab.

Um zu erfahren, wie ein erfolgreicher Marie Sklodowska-Curie-Stipendiat das Förderprogramm einschätzt, haben wir fünf Fragen an Dr. András Jakab, Fellow im Projekt FABRIC (Exploring the Formation and Adaptation of the BRaIn Connectome) gestellt.

Dr. Jakab schloss sein PhD Studium an der Universität Debrecen, Ungarn ab, war danach Post-Doc an der ETH Zürich und absolviert nun sein Individual Fellowship am Computational Imaging Research-Lab (CIR) der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin an der Medizinischen Universität Wien.

Was hat Sie dazu bewogen, für ein Individualstipendium einzureichen?

Jakab: Für junge Post-Docs, die ihr Doktorat vor wenigen Jahren abgeschlossen haben, ist es schwierig, eine eigene Finanzierung zu bekommen. Eine eigene Gruppe zu gründen ist fast unmöglich. Die Individualstipendien der EU sind ein praktisches Werkzeug, um diese Lücke zu schließen. Ich habe mich dafür entschlossen einzureichen, weil mir ein solches Projekt großzügige Förderung für die Forschung bot, die mich interessierte, und es ermöglichte, zu einer Forschungsgruppe unabhängig von deren Forschungsfinanzierung zu kommen.

Wie aufwendig war die Antragstellung?

Jakab: Sehr aufwendig, da viele Details bezüglich Gastinstitution, Training und Innovativität des Projektes gegeben werden müssen. Auch der „Impact“, also die Auswirkung des Projektes ist sehr wichtig.

Was sind für Sie die größten Vorteile, an dem Projekt beteiligt zu sein?

Jakab: Anders als andere Programme für Post-Docs bieten die Marie Sklodowska-Curie Fellowships Forschungsaufenthalte ohne Kompromisse. Die Förderung erlaubt mir, meine gesamte Zeit in die Forschung zu investieren, und die zusätzlichen Trainings- und Vernetzungsaktivitäten unterstützen die weitere Entwicklung meiner Karriere. Die Individualstipendien sind außerdem prestigeträchtig, denn solche Projekte sind ein Zeichen dafür, dass eine Person ihre Forschung unabhängig durchführen und koordinieren kann.

Gibt es etwas, das Sie gerne potenziellen Einreichern mit auf den Weg geben würden?

Jakab: Für einen guten Antrag ist es wichtig, prägnant und überzeugend zu sein, und nicht zu viele unnötige Details über die Forschungsmethoden zu erwähnen. Es ist wichtiger, zu beschreiben, warum und wie der Forschende von diesem Stipendium profitieren wird, und welche Auswirkungen das erfolgreiche Projekt auf die Karriere-Entwicklung des Fellows und das wissenschaftliche Gebiet haben wird. Ich empfehle potenziellen Antragstellern auch sehr, sich mit der zukünftigen Gruppe zu treffen, um das Projekt im Vorhinein zu besprechen.

Nähere Informationen: www.ffg.at/content/msca.

Siehe auch Artikel Karrierechancen verbessern

Das Gespräch führte Dr. Yasmin Dolak-Struß. Sie ist Expertin für die Marie Sklodowska-Curie Maßnahmen im Bereich Europäische und Internationale Programme der FFG – Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH.

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