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Neurologie 17. Juni 2014

Kleines groß im Bild

Weltweit erstes 3D-Modell einer Synapse veröffentlicht.

Blick in eine neue Welt: Die wichtigste biologische Schaltstelle wurde erstmals von einem Göttinger Team in 3D dargestellt.

Das 3D-Bild der Synapse beeindruckt nicht nur durch die aufwändige Technik, sondern auch durch die eigene Ästhetik, die elektromikroskopische Darstellungen im Nanometerbereich mit sich bringen. Aber so schön das Bild auch ist, so bringt es ebenso tiefe Einblicke in die Neurowissenschaften.

„Mit dem Synapsen-Modell eröffnet sich der Blick in eine neue und unbekannte Welt“, sagt Prof. Dr. Rizzoli, Senior-Autor der Publikation (Composition of isolated synaptic boutons reveals the amounts of vesicle trafficking proteins. Science, Mai 2014). Ungeklärt war bisher vor allem die Anzahl und Verteilung der Proteine. Das von Prof. Rizzoli und seinem Team präsentierte Modell einer Synapse beschreibt gleich mehrere hunderttausend Proteine an ihrer genauen Position in der Nervenzelle. „Anhand des Modells können wir nun erstmals zeigen, dass Proteine in ganz unterschiedlicher Anzahl für die verschiedenen Vorgänge innerhalb der Synapse benötigt werden“, sagt Erst-Autor Dr. Benjamin Wilhelm. Proteine, die an der Ausschüttung von Neurotransmitter aus den synaptischen Vesikeln beteiligt sind, liegen mit bis zu 26.000 Kopien in jeder Synapse vor. Dagegen sind Proteine, die für das Recycling zuständig sind, lediglich mit 1.000 bis 4.000 Kopien pro Synapse vertreten.

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