zur Navigation zum Inhalt
 
Nephrologie 29. April 2014

Publikationsbias in klinischen Studien zur Volumentherapie mit Hydroxyethylstärke

Die Gefahr der Nierenschädigung durch Hydroxyethylstärke (HES) hat sich zu einem Hauptthema der Diskussion von Ergebnissen rezenter klinischer Studien entwickelt.

Ziel dieses Kommentars ist es, Vorhandensein und Art von Publikationsbias in der klinischen Forschung mit Hydroxyethylstärke zu analysieren, wobei der Schwerpunkt auf der selektiven Berichterstattung von Ergebnissen in randomisierten kontrollierten Untersuchungen und Beobachtungsstudien mit „moderner“ Hydroxyethylstärke liegt.

Drei aktuelle Publikationen postulierten renale Sicherheit von Hydroxyethylstärke 130/0,4 in den Indikationen schwere Sepsis, Trauma und intensivstationspflichtige Krankheit. Selektive Ergebnisberichterstattung wurde in allen drei Studien identifiziert einschließlich der Unterschlagung von Nebenwirkungen und der Abänderung von vordefinierten primären Studienendpunkten.

Publikationsbias in Form selektiver Berichterstattung in mehreren jüngsten Veröffentlichungen klinischer Prüfungen zur Volumentherapie mit HES erschwert die Arbeit von Arzneimittelbehörden, pharmazeutischem und ärztlichem Personal.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben