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Ausgangsmaterial für die Produktion von neuen Leberzellen.
 
Hepatologie 13. Dezember 2013

Leber-Ersatz aus Fett

Fettabsaugen statt Organ-Transplantation? US-Forscher haben Fettzellen in funktionelles Lebergewebe umgewandelt.

Könnten in Zukunft überflüssige Kilos als Ausgangsmaterial für überlebensnotwendige Zellen genutzt werden? Dass so etwas denkbar ist, haben Gary Peltz und sein Team von der Universität Stanford nun gezeigt: Sie wandelten auf direktem Weg Fettzellen in Leberzellen um. Der Versuch wurde bisher zwar nur an Mäusen durchgeführt, jedoch mit menschlichen Zellen. Wie die Forscher schreiben, dauerte die gesamte Umwandlung von der Fettabsaugung bis zur Injektion der iHEPS-Zellen („induced hepatocytes“) nur etwa eine Woche.

Damit könnte die „direkte Umprogrammierung“ genannte Methode – so sie auch beim Menschen anwendbar ist – Lebertransplantationen überflüssig machen, heißt es auf Laborwelt.de.

Die Umwandlung von Fett- in Leberzellen erfolgt ausdrücklich nicht über den Umweg eines Stammzell-Stadiums. Japanische Forscher hatten diesen Weg bereits 2006 erfolgreich bestritten. Peltz zufolge benötigten sie aber 30 Tage. Darüber hinaus erreichte das Team aus Japan nur eine Umwandlung bei etwa 12 Prozent der Zellen – zu wenig für eine erfolgreiche Transplantation. Mithilfe einer neuen Methode, der 3D-Zellkultur, erreichen die US-Amerikaner immerhin eine Erfolgsquote von 37 Prozent.

Xu D et al.: Cell Transplantation 2013; published online 21. Oktober

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