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Praxis 8. Juni 2012

Wille des Patienten oberstes Gesetz

Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Chirurgie: Attraktive Arbeitszeitmodelle notwendiger als steile Karrieren


Das Wohl des Kranken als oberstes Gebot, der Wille des Patienten als oberstes Gesetz und dabei ihm nicht schaden, sondern ihm nützen: Dies seien oberste ethische Prinzipien chirurgischen Handelns, sagte Prof. Hans Werner Waclawiczek am Donnerstag bei der Eröffnung des 53. Kongresses der Österreichischen Gesellschaft für Chirurgie (ÖGC) in Salzburg.



Waclawiczek wies auf den Strukturwandel in der Chirurgie hin und nannte Patientensicherheit, Qualitätsmanagement, fächerübergreifende Partnerschaft in der Chirurgie, neue Wege in der Aus- und Weiterbildung und das rasant ansteigende Wissen als entscheidende Faktoren. Der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Chirurgie beschäftigte sich auch mit dem Wertewandel in der jüngeren chirurgischen Generation. Hier sieht er die Notwendigkeit, neue, attraktive Arbeitszeitmodelle anzubieten und weniger die Möglichkeiten steiler Karrieren in der Chirurgie.

Patientenwille im Vordergrund


Für Salzburgs Gesundheitslandesrätin Cornelia Schmidjell (S) muss bei chirurgischen Eingriffen der Wille des Patienten im Vordergrund stehen. "Einheitliche und standardisierte Qualitätskriterien machen die Leistungen evaluierbar und für die Patienten vergleichbar. Um die Patienten in den Mittelpunkt zu stellen, ist es in Zukunft notwendig, über einzelne Fachrichtungen und die akutstationäre Versorgung hinaus den gesamten Genesungsprozess im Blick zu haben. Integrierte Versorgung heißt daher Chirurgie, Altersmedizin, Rehabilitation und die niedergelassene Behandlung als einen einheitlichen Prozess zu planen und zu steuern", sagte die Landesrätin.

Erstmals werden auch Kongress-Stipendien für angehende Chirurgen vergeben. Im "Young Surgeons Forum" präsentieren die jungen Wissenschafter ihre Arbeiten. Diese werden dann von einer mehrköpfigen Jury bewertet.

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