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© Martin Burger
Tipp: Der Australian Pub Crossfields in Wien 1.
 
Leben 16. Oktober 2015

Schön knusprig

Es gibt sie schon, die exklusiven Plätze, an denen Insektenfreunde ihren Bedarf an Heuschrecken und Skorpionen decken.

Gegrillte Heuschrecken ohne Flügel, dafür aber auf Salat, mit Tomatensalsa und Erdäpfelpüree: Dieser Leckerbissen zählt zu den „Specials“ im australischen Pub „Crossfields“ in Wien ( www.crossfield.at ). Kein Wunder: 86 Insektenspezies werden Down Under traditionell als Nahrungsmittel genutzt.

Ebenfalls in der Wiener Innenstadt ist „Gourmet Cornelius“ situiert, man bedient einen aufgeschlossenen Kundenkreis. Im Online-Shop werden u. a. Skorpion-Schlecker mit Vodka-Geschmack (6,90 Euro das Stück), Wurm-Schlecker mit Tequila-Geschmack (Preis wie beim eingelegten Skorpion), getoastete kolumbianische Riesenameisen in der Geschenkdose für wohlfeile 17,90 Euro, sowie getoastete Grillen mit Thai Currygewürzen angeboten (3,90 Euro pro Packerl). Die Snacks eignen sich sowohl als Party-Gag im Freundeskreis als auch als Party-Schreck bei seriöseren Anlässen ( www.gourmetcornelius.at ).

Heuschrecken gelten als das „Einstiegsinsekt“ für den europäischen Gaumen. Begründung: „Sie sind optisch am wenigsten gewöhnungsbedürftig und geschmacklich durchaus mit Shrimps vergleichbar“, sagt Katharina Unger. Die Industriedesignerin hat einen Insektenbrutkasten für die Aufzucht daheim entwickelt. Nach zahlreichen Versuchen entschied sie sich aber für die Larven der schwarzen Soldatenfliege. Nach zwei Wochen klettern die Larven im Gerät eine Rampe hinauf, um sich zu verpuppen. Dabei fallen sie in eine Schublade und können geerntet werden ( http://goo.gl/5vn7Tf ).

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