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Diabetologie 21. März 2014

Neu an Diabetes erkrankt - was tun?

Mehr Vitamine, weniger Kalorien

Allein indem er sein Essverhalten in gesündere Bahnen lenkt, kann ein Patient mit einem frisch diagnostizierten Typ-2-Diabetes einer britischen Studie zufolge seine kardiovaskulären Risikofaktoren innerhalb von zwölf Monaten etwas verringern, und zwar unabhängig von seiner Medikation und seinen sportlichen Aktivitäten.

Wird bei einem Patienten ein Diabetes festgestellt, ist die Ernährungsumstellung eine der ersten Maßnahmen, um den Blutzucker dauerhaft zu senken. Um herauszufinden, welchen Einfluss die Ernährungsumstellung auf kardiovaskuläre Risikofaktoren bei Patienten mit neu dia-gnostiziertem Typ-2-Diabetes hat, analysierten britische Wissenschaftler die Daten der ADDITION-Cambridge-Studie: 867 Patienten, bei denen im Rahmen eines Screenings ein Diabetes entdeckt worden war, wurden eingeschlossen. Sie berichteten zu Beginn der Untersuchung sowie nach einem Jahr u.a. über ihre Essensgewohnheiten. Zudem wurden der Vitamin C-Wert im Plasma bestimmt und kardiovaskuläre Risikofaktoren überprüft. Unter Berücksichtigung der körperlichen Aktivität und kardioprotektiven Medikation wurde der direkte Zusammenhang zwischen Ernährungsänderung und dem kardiovaskulären Risiko berechnet.

Vorteil für kardiovaskuläre Risikofaktoren

Bei der Eingangsuntersuchung erwiesen sich die Probanden überwiegend als adipös. Aus den gemessenen Daten wurde ein kardiovaskuläres 10-Jahres-Risiko von 31 Prozent berechnet. Nach Ablauf eines Jahres berichteten die Studienteilnehmer zwischen 40 und 69 Jahren erneut über ihre Ernährungsgewohnheiten. Ihre Kalorien- und Fettzufuhr hatte sich signifikant reduziert und sie nahmen weniger Natrium auf. Dafür aßen sie mehr Obst und Gemüse (461,9 vs. 529,5 g/d) und ihre Nahrung war ballaststoffreicher (16,9 vs. 18,3 g/d). Die eingesparten Kalorien entsprachen etwa jenen eines Schokoriegels, die gewonnene Vitaminzufuhr etwa der einer Zwetschge täglich. Insgesamt sank auch der Alkoholkonsum und einige Patienten gaben das Rauchen auf.

Ernährungsumstellung hilft

Die Ernährungsumstellung führte dazu, dass sich nach einem Jahr die Taillenumfänge und der BMI reduziert hatten. Außerdem ergaben sich niedrigere Werte beim Gesamtcholesterin, beim systolischen Blutdruck sowie beim HbA1c. Das berechnete kardiovaskuläre Risiko reduzierte sich entsprechend.

Ein vermehrter Obstverzehr ließ die Taille und den HbA1c etwas schrumpfen und reduzierte den Cholesterinspiegel. Auch eine fett- und kalorienärmere Kost war vorteilhaft für die Figur und den Langzeitblutzucker. Packten die Probanden dagegen mehr Gemüse auf den Teller, nahmen BMI und Taillenumfang zu. Die meisten Zusammenhänge zeigten sich bei Patienten, bei denen ein höherer Vitamin-C-Wert als zu Studienbeginn gemessen wurde. Die Steigerung dieses Parameters stand in signifikantem Zusammenhang mit der Reduktion von BMI, Taillenumfang, HbA1c und dem kalkulierten kardiovaskulären Risiko.

 

Quelle: Springermedizin.de
, Apotheker Plus 3/2014

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