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Kardiologie 25. Februar 2014

Tipps zur Ernährung bei KHK-Risiko

Kleine Schritte können den Erfolg langfristig besser festigen.

Eine ausgewogene Ernährungsweise kann dazu beitragen, dass sich der natürliche Verlauf der Arterienverkalkung verlangsamt. Damit sinkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (KHK) und Herzinfarkt.

Die „herzgesunde Ernährung“ lässt sich nach derzeitigem Wissensstand recht einfach auf den Punkt bringen: Mittelmeerkost. Eine solche Ernährungsweise ist gekennzeichnet durch einen hohen Anteil pflanzlicher Nahrung: Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Salat. Es dominieren pflanzliche Öle, und es wird auf Fisch statt Fleisch gesetzt.

Fett ist nicht gleich Fett

Zahlreiche Studien weisen nach, warum sich eine solche Kost positiv auf Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Herzinfarkt auswirkt. Einen wesentlichen Anteil hat die Auswahl der Fette. Lebensmittel tierischer Herkunft (z. B. Käse, Fleisch, Butter) sind reich an gesättigten Fettsäuren. Diese erhöhen den LDL-Cholesterinspiegel und verstärken die Gerinnungsaktivität im Blut. Dadurch steigt das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Die ungesättigten Fettsäuren aus pflanzlichen Produkten senken dagegen Studien zufolge den LDL-Cholesterinspiegel. Eine wichtige einfach ungesättigte Fettsäure ist die Oleinsäure (z. B. in Oliven-, Raps-, Weizenkeimöl).

Omega-3-Fettsäuren

Unter den mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind die Omega-3-Fettsäuren (z. B. Makrele, Hering, Lachs, Rapsöl) hervorzuheben. In Studien konnte zum Beispiel gezeigt werden, dass vor allem Docosahexaensäure die Einwanderung weißer Blutzellen in die Gefäßwand vermindert. Das hemmt ein Fortschreiten der altersbedingten Prozesse der Arterienverkalkung. Darüber hinaus wirken Omega-3-Fettsäuren entzündungshemmend, vermindern die Klebrigkeit der Blutplättchen und haben einen günstigen Einfluss auf die Innenschicht der Arterien.

Kleine Schritte

Eine radikale Kehrtwende bei der Ernährung ist in den allermeisten Fällen zum Scheitern verursacht. Machen Sie das Ihrem Kunden im Beratungsgespräch deutlich. Raten Sie ihm, sich schrittweise an fettarme Zubereitungsformen heranzuwagen, weniger tierische Produkte zu essen und neue Lebensmittel auszuprobieren.

Springer-gup.de, Apotheker Plus 2/2014

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