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Abnehmen und aktiv werden senkt Leptin und erhöht Adiponektin.
 
Endokrinologie 15. März 2013

Gesündere Hormone

Gewichtsabnahme – durch Ernährungsumstellung allein oder in Kombination mit Sport – wirkt günstig auf die Produktion von Fettgewebshormonen: Die Fettzellen bilden weniger Leptin, aber mehr Adiponektin, was der Entstehung von Diabetes und Krebs entgegenwirkt.

In einer randomisierten kontrollierten Studie wurden 439 übergewichtige Frauen (über 50 Jahre alt) in drei verschiedene Interventionsgruppen (Ernährung, Sport, Ernährung+Sport) und eine Kontrollgruppe eingeteilt und ein Jahr lang beobachtet. Die Hypothese war, dass insbesondere eine Kombination von körperlicher Aktivität und Gewichtsreduktion zu einem günstigeren Mengenverhältnis von Leptin und Adiponektin führen sollte.

     

Die Leptin-Produktion sank in allein drei Interventionsgruppen, am deutlichsten (bis zu 40 Prozent) tatsächlich in der Sport+Ernährungs-Gruppe. Die Adiponektin-Produktion dagegen stieg am stärksten bei Frauen, die ausschließlich Diät hielten. Unabhängig vom Typ der Intervention war der günstige Effekt auf die Hormonproduktion abhängig vom Ausmaß des Gewichtsverlusts: Je mehr Kilos eine Teilnehmerin abgenommen hatte, desto stärker stieg ihr Adiponektin- und desto deutlicher sank ihr Leptin-Spiegel.

Die größten Veränderungen wurden bei Frauen beobachtet, die zehn Prozent ihres Ausgangsgewichts verloren hatten. Diese Teilnehmerinnen erreichten teilweise einen 20-prozentigen Anstieg des Adiponektin-Spiegels und ihr Leptin reduzierte sich um mehr als die Hälfte.

Beim Leptin beeinflusst offenbar sogar schon die veränderte Körperzusammensetzung die Hormonkonzentration, denn bei der Sport-Intervention legten die Teilnehmerinnen Muskelmasse zu, auch ohne dabei abzunehmen.

Abbenhardt C et al.: J Intern Med 2013; doi: 10.1111/joim.12062

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