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Pulmologie 27. September 2011

Diätjoghurt im Visier

Milch in der Schwangerschaft erhöht das Asthmarisiko der Kinder nicht. Anders liegt der Fall bei fettarmen Joghurts.

Frauen, die während der Schwangerschaft fettreduzierte Fruchtjoghurts bevorzugen, haben mit höherer Wahrscheinlichkeit später Kinder, die Asthma oder Heuschnupfen entwickeln.

 

Beim Kongress der ERS (European Respratory Society) in Amsterdam wurde eine Studie präsentiert, die wohl mancher werdenden Mutter sauer aufstößt: Um herauszufinden, ob Fettsäuren aus Milchprodukten Kinder vor Allergien schützen können, durchforsteten Forscher die Daten der „Danish National Birth Cohort“ (www.birthcohorts.net). Sie verglichen die Angaben über den Verzehr von Milch und Milchprodukten von Schwangeren und verglichen diese mit der Prävalenz von Asthma und allergischer Rhinitis von deren Kindern. Die Analyse ergab, dass Milchtrinken in der Schwangerschaft kein Asthmarisiko für die Kinder bedeutet, im Gegenteil: Es konnte sogar ein gewisser protektiver Effekt erkannt werden. Anders lag der Fall bei den Frauen, die fettreduzierte Fruchtjoghurts bevorzugten. Ihre Kinder hatten im Alter von sieben Jahren mit einer 1,6 Mal höheren Wahrscheinlichkeit Asthma, verglichen mit Frauen, die keine solchen Produkte verzehrt hatten. Diese Kinder hatten auch häufiger allergischen Schnupfen. Die Ursache ist nicht klar: Einerseits könnten Bestandteile aus fettreduzierten Fruchtjoghurts für diesen Effekt verantwortlich sein, andererseits könnte die Einnahme von diesen Milchprodukten auch nur ein Marker für andere Faktoren des Lebensstils sein, die in der Folge zum erhöhten Risiko führen.

Quelle: European Respratory Society Annual Kongress, Abstract No. 315.

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