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Ernährung 28. Dezember 2010

Diäten im Konsumententest

Insgesamt vier Diäten wurden vom VKI getestet: Mark Hymans "Megabolic-Diät", Marion Jetters "Abnehmen mit dem metabolischen Prinzip", Bernhard Ludwigs "10 in 2" sowie "Die einfachste Diät der Welt". Nur eine Diät wurde mit "sehr gut" bewertet.

Neuer Trend Nutrigenomik

Prinzipiell setzen Autoren im Kampf gegen das Übergewicht zunehmend mit der Nutrigenomik auf die Macht der Gene. Diese noch junge biotechnologische Wissenschaft erforscht das Zusammenspiel zwischen Erbanlagen und Ernährung. "Dass Gene einen Einfluss auf die individuelle Nahrungsverwertung haben, ist unbestritten, jedoch steht die Forschung erst am Anfang. In ferner Zukunft wird es vielleicht möglich sein, beim Erstellen von Diätplänen die persönliche Erbveranlagung zu berücksichtigen", so VKI Ernährungswissenschafterin Martina Steiner. "Fakt ist aber immer noch, dass Übergewicht eine Frage der Energiebilanz ist. Wer abnehmen möchte, wird nicht daran vorbeikommen, weniger Kalorien zu sich zu nehmen und mehr Bewegung zu machen."

"Sehr gut" für Plus-Minus Prinzip

Insgesamt vier Diäten wurden vom VKI getestet: Mark Hymans "Megabolic-Diät", Marion Jetters "Abnehmen mit dem metabolischen Prinzip", Bernhard Ludwigs "10 in 2" sowie "Die einfachste Diät der Welt". Lediglich letztere sticht aus ernährungswissenschaftlicher Sicht positiv ins Auge: Der deutsche Arzt Stefan Frädrich stellt hier ein neues Ernährungskonzept vor, das mit einem Plus-Minus-Prinzip arbeitet. Allen Lebensmitteln werden die Werte plus, plusplus, null oder minus zugeordnet. Will man abnehmen, soll am Tagesende unter dem Strich ein Minus übrig bleiben. Nach dem Motto "Bunt statt Braun" firmieren etwa Brot, Pommes, Cola, Grillwurst oder Nougatcreme unter "plus", während Obst- und Gemüsesorten in die Minuskategorie fallen. Trotz Schwachstellen – etwa beim Sportprogramm – erhält dieser Diätansatz, der auf eine sanfte Umstellung der Ernährungsgewohnheiten abzielt, ein "sehr gut".

Ernährungssänderung und Bewegung

Im Gegensatz dazu ändert die "10 in 2"-Methode des Kabarettisten und Psychologen Bernhard Ludwig nichts an einer ungünstigen Ernährungsweise. "Das Konzept, nicht anders, sondern nur jeden zweiten Tag zu essen, birgt nicht nur die Gefahr eines Jo-Jo-Effektes, sondern auch die einer Unterversorgung mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen", erläutert Steiner. Statt eines "Friss die Hälfte"-Ansatz würden sich hier vielmehr mittlerweile bereits klassische Abnehmprogramme wie "Ich nehme ab" oder "Schlank ohne Diät" anbieten. Diese setzen auf Verhaltensänderung und Bewegung und versprechen gute Erfolgsaussichten.

red/Presseaussendung VKI

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