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Allgemeinmedizin 9. November 2010

Zu viel Salz in Fertigprodukten

Die Salzmenge in industriell verarbeiteten Lebensmitteln zu reduzieren, trägt laut einer Studie der University of Queensland dazu bei, Herzerkrankungen zu vermeiden.

Die australischen Forscher untersuchten die Wirksamkeit verschiedener Versuche, die Salzmenge in industriell verarbeiteten Lebensmitteln zu senken. Finnland, Amerika, Großbritannien, Kanada, Frankreich, Australien und Neuseeland haben Programme zur Senkung der Salzmenge. Sie basieren auf Angaben auf den Lebensmitteln und freiwilligen Beschränkungen. Australien beispielsweise setzt auf ein „Tick“-Programm: Hersteller können ein entsprechendes Logo auf den Verpackungen anbringen, wenn sie die Salzmenge freiwillig senken. Die Wissenschaftler berechneten, dass der freiwillige Einsatz des Logos die Anzahl der Herzerkrankungen in Australien um fast ein Prozent senken könnte – mehr als das Doppelte, als mit Ernährungsempfehlungen allein erreicht werden kann. Müssten alle Hersteller das Logo einsetzen, wären die gesundheitlichen Vorteile laut den Berechnungen der Wissenschaftler 20-mal größer. „Versagt die Verantwortlichkeit der Hersteller, gibt es vielleicht ein ethisches Gebot für die Regierung, einzuschreiten und ein entsprechendes Gesetz zu verabschieden“, meinen Cobiac et al.

Quelle: Cobiac, L. et al.: Heart doi:10.1136/hrt.2010.199240

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