zur Navigation zum Inhalt
Foto: pixelio.de / Uli Carthäuser
Ein ausgewogenes Frühstück besteht aus Getreide- und Milchprodukten, Obst oder Gemüse. Zum Kaffee oder Tee darf es zusätzlich ein Getränk extra sein, wie Mineralwasser oder gespritzte Fruchtsäfte.
 
Allgemeinmedizin 19. Mai 2010

Kalorien nicht beim Frühstück einsparen

Immer mehr Kinder und Jugendliche beginnen den Tag ohne Stärkung – und nehmen zu.

Immer weniger Menschen frühstücken: zehn bis 30 Prozent lassen die morgendliche Mahlzeit aus, besonders Kinder und Jugendliche. Auf die Mahlzeit am Morgen wird oftmals verzichtet, um auf diese Weise Kalorien einzusparen. Doch das ist unbegründet: Denn die fehlende Nahrungsenergie in der Früh wird im Allgemeinen bei den restlichen Mahlzeiten wieder hereingeholt.

 

Frühstückende Kinder nehmen zwar in Summe mehr Kalorien am Tag auf, haben aber eine größere Chance, normalgewichtig zu sein. So wogen in einer Studie täglich frühstückende Jugendliche um 2,5 kg weniger als die nur ein bis sechs Mal pro Woche oder nie frühstückenden Gleichaltrigen – und das unabhängig von den anderen untersuchten Faktoren.

Wer frühstückt, ist darüber hinaus auch mit vielen Nährstoffen besser versorgt. Fünf- bis zwölfjährige Kinder, die am Morgen nichts essen, weisen insgesamt eine geringere Versorgung mit Vitamin A, B6, Kalzium, Magnesium, Kupfer, Eisen und Zink auf als gleichaltrige Frühstückende.

Etwa 25 Prozent der Gesamtenergiemenge eines Tages sollten durchs Frühstück gedeckt werden, das sind rund 500 bis 600 kcal. Vorrang haben dabei Kohlenhydrate und Eiweiß, denn sie verhindern Heißhungerattacken und regen den Stoffwechsel an.

Kohlenhydrate und Eiweiß

„Eine Studie belegte sehr eindrucksvoll die Relevanz eines energie-, kohlenhydrat- und eiweißreichen Frühstücks: Übergewichtige Frauen nahmen somit nach acht Monaten bei einer insgesamt kalorienreduzierten Kost 21 Prozent ihres Körpergewichts ab. Die Kontrollgruppe dagegen, die ein fettreiches Frühstück mit knapp 300 kcal verzehrte, nicht ganz fünf Prozent“, so Mag. Marlies Gruber, wissenschaftliche Leiterin des forum. ernährung heute.

Alternative für Frühstücksmuffel

Für alle, die morgens keinen Appetit haben, sind Molkegetränke, Obst- oder Gemüsesäfte eine nahrhafte Alternative zum „festen“ Frühstück. Wer nicht frühstückt, für den ist ein Vormittagssnack umso wichtiger, um sich für den Tag zu rüsten und mit den restlichen Komponenten (Milchprodukte, Kohlenhydrate) nachzuziehen.

 

 

Quelle: Timlin, M. T. et al.: Pediatrics 2008; 121: e638–e645

Giovannnini, M. et al.: J Int Med Res 2008; 36(4): 613–24

Rampersaud, G. C. et al.: J Am Diet Assoc 2005; 105: 743–60

forum. ernährung heute/PH, Ärzte Woche 20 /2010

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben