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Der orange-gelbe Farbstoff der Gelbwurzel hilft gegen Entzündungen.
 
Komplementärmedizin 7. April 2010

Kurkuma schützt die Leber

In der ayurvedischen Medizin wird Curcumin seit Jahrhunderten gegen Galle- und Leberbeschwerden eingesetzt, um die Verdauung zu fördern und Entzündungen zu hemmen. In einer internationalen Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Trauner von der MedUni Graz wurde die Wirkung von Curcumin nun im Mausmodell untersucht.

Curcumin ist ein intensiv orange-gelber Farbstoff, der in natürlicher Form in der Gelbwurzel (Kurkuma) vorkommt. Im Rahmen der Studie wurden im Mausmodell die medizinischen Auswirkungen der Inhaltsstoffe von Curcumin bei fortschreitender chronischer Leberschädigung durch Entzündung der Gallenwege und Cholestase erforscht. Durch den Einfluss von Curcumin kam es zu einer Besserung der Gallenwegsentzündung und Leberfibrose mit bedeutend weniger Leberschädigung durch Gallestau im Tiermodell. Weiters konnten die daran beteiligten Signalübertragungswege im Gallengangsepithel und in den bindegewebsbildenden Zellen in der Leber aufgeklärt werden. „Aus diesem Forschungsergebnis könnte sich ein vielversprechender therapeutischer Ansatz ergeben“, hofft Prof. Dr. Michael Trauner, Leiter der Arbeitsgruppe für experimentelle und molekulare Hepatologie der Med Uni Graz.

Quelle: Baghdasaryan, A. et al.: Gut 2010; 59: 521-30; doi:10.1136/gut.2009.186528

MedUni Graz/PH, Ärzte Woche 14 /2010

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