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Foto: Buenos Dias/photos.com
Fast zwei Drittel der werdenden Mütter trinken Alkohol.
 

Kein Alkohol in der Schwangerschaft

Fetales Alkoholsyndrom gehört zu den häufigsten Behinderungen.

Die Palette der möglichen Auswirkungen reicht von Verhaltensauffälligkeiten über gestörte Feinmotorik bis hin zu schwerwiegenden körperlichen Schäden.

„Natürlich ist jedem klar, dass man in der Schwangerschaft nicht trinken soll. Aber ein Gläschen hin und wieder? Das Problem ist, dass es keinen Grenzwert gibt, bis zu dem man sagen könnte, dass Alkohol in der Schwangerschaft sicher ungefährlich wäre. Die einzige Sicherheit bietet ein völliger Verzicht auf alkoholische Getränke“, sagt Niederösterreichs Gesundheitslandesrätin Mag. Karin Scheele.

Von Verhaltensauffälligkeiten und schweren Fehlbildungen

Das Fetale Alkoholsyndrom bezeichnet Schädigungen des Kindes, die durch übermäßigen und/oder dauerhaften Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft verursacht wurden. Leichtere Schädigungen werden als fetale Alkohol-Effekte bezeichnet. Die Palette der möglichen Auswirkungen von Alkoholkonsum während der Schwangerschaft reicht von Verhaltensauffälligkeiten über gestörte Feinmotorik bis hin zu schwerwiegenden körperlichen Schäden und Fehlbildungen.

Aussagen über Häufigkeit und Ausprägung des fetalen Alkoholsyndroms sind schwer zu treffen. Die Diagnose ist oft schwierig. Studien aus Deutschland, den USA und Frankreich lassen die Vermutung zu, dass auf tausend Geburten zwei bis drei Neugeborene unter Alkoholschäden leiden.

„Mir geht es nicht darum, den mahnenden Zeigefinger zu erheben, ich möchte auch niemanden verunsichern. Mir ist es aber wichtig, die Aufmerksamkeit auf ein wichtiges Thema zu lenken. Es ist mir daher ein Anliegen, auf die Gefahren des Alkoholkonsums während der Schwangerschaft aufmerksam zu machen.“

Nicht heilbar, aber verhinderbar

Und weiter sagt die Landesrätin: „Laut einer deutschen Studie trinken 58 Prozent der werdenden Mütter Alkohol. Kinder mit Fetalem Alkoholsyndrom können nicht geheilt werden, aber das Fetale Alkoholsyndrom kann zu 100 Prozent verhindert werden. Dazu ist aber vor allem notwendig, dass Frauen wissen, wie sehr Alkohol dem Kind schadet.“

 

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