04/2011
J. ist verzweifelt. Heute sprach er mit einem Leiterwagen voller
Papiere, Wasserflaschen und Konservendosen bei seinem Radiologen vor.
Er bat um überzählige Bleiwesten und wollte sich mit seinen
Vorräten in der Ordination, wahlweise auch im Keller, einbunkern.
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03/2011
Wissen ist gut, Nicht-Wissen aber manchmal angenehmer. Unser Freund
J., der meint, bereits an allen Zipperlein, die die Forschung
identifizieren und benennen konnte, sowie einigen hunderten bis dato
– zu seinem großen Unmut – unerforschten Symptomkomplexen
erkrankt zu sein, war sich bisher in Bezug auf seinen Körper
lediglich zweier Dinge sicher:
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02/2011
Wer Spinat aufgrund des ihm zugeschriebenen hohen Eisengehaltes
gegessen hat, der lag eine Kommastelle daneben. Wie auch das _profil_
kürzlich in seiner Titelgeschichte zu den Medizinlegenden erklärte,
geht die Angabe des hohen Eisengehaltes auf einen Irrtum zurück –
ein kleiner Fehler, und Generationen von Kindern mussten die grüne
Pampe essen, statt damit, was vielen Kindern näher liegt,
Spinattunnel unters Spiegelei zu graben.
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02/2011
Im vergangenen Jahr publizierten einige Biologen einen Bericht zur
Evolution des Springens bei Fröschen, der vermutlich – zu Unrecht,
wie ich finde – keine großen Wellen geschlagen hat. Essner et al.
kommen in ihrer Arbeit (Landing in basal frogs:
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02/2011
Leider konnte seine Freundin nicht verhindern, dass J. die
Geschichte von der Zwiebel erfährt. Von wohlmeinender, aber schlecht
informierter Seite erreichte ihn die per Mail versandte Botschaft,
dass in der Wohnung aufgestellte, halbierte Zwiebeln vor Ansteckung
schützen und dem Körper sogar schädliche Krankheitskeime entziehen
würden.
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01/2011
Um der Schweinegrippe zu entkommen, nahm J. ein paar Tage Urlaub.
Und weil er alles, was er tut, ordentlich macht, kann er sich auch
besonders gut fürchten. Ob es einen realen Anlass zur Furcht gibt,
ist dabei sekundär.
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