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Praxis 25. Jänner 2016

Konsequenzen

Wegen seiner angekündigten Weigerung, Flüchtlinge zu behandeln, will die Krankenkasse einem Arzt den Vertrag kündigen. Nun droht ihm weiterer Ungemach vonseiten der Ärztekammer.

Dr. Thomas Unden machte mit seiner Weigerung, „Asylanten“ zu behandeln, Schlagzeilen. Die Wiener Gebietskrankenkasse zog die Konsequenzen und erklärte per Aussendung, dem Allgemeinmediziner den Kassenvertrag zu entziehen – für Unden nicht das Ende seiner Laufbahn. „Natürlich könnte er als Wahlarzt weiter machen. Wenn er keine Kassenverträge hat, führt er die Ordination als Privatarztpraxis weiter. Dem steht nichts entgegen, er muss seine Tätigkeit nicht einstellen, nur weil er keinen Kassenvertrag hat.“ Das sagt die ÄK-Juristin Mag. Melanie Hinterbauer-Tiefenbrunner. Allerdings ist eine Anzeige gegen Unden auch bei der Disziplinarkommission der Standesvertretung eingelangt. Ob die Disziplinarkommission in der Praxis nicht eine eher stumpfe Waffe ist? „Das haben jetzt Sie gesagt.“

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