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Die Lifestyle-Kartei mit ihren fünf Schwerpunkten.
 
Allgemeinmedizin 14. Dezember 2015

Wie geht es mir denn?

Mit einem Fragebogen kann der Patient seinen Gesundheitsstatus kurzweilig und niederschwellig hinterfragen.

Mit der sogenannten „Lifestyle-Kartei“ können Patienten ihre Zeit im Wartezimmer sinnvoll nützen. Der Fragebogen soll Bewusstsein für die Gesundheit schaffen, indem er auf relevante Aspekte fokussiert, wie etwa die Ernährung, Schlaf, soziales Umfeld, aber auch schlechte Gewohnheiten. Im Anschluss können die Fragen mit dem Arzt besprochen werden.

Eine Patientin sitzt im Wartezimmer ihres Hausarztes und blättert gelangweilt die Magazine durch. Die Zeit vergeht trotzdem schleppend, daher sieht sie sich im Wartzimmer um. Ihr Blick fällt auf einen Aufsteller mit der Aufschrift „Lifestyle-Kartei“, einem Fragebogen von Aktion Regen. Interessiert sieht sie sich das ganze genauer an und stellt fest, dass es sich um einen Fragebogen handelt, der grafisch untermalt, verschiedenste Gesundheitsaspekte des Lebens aufgreift.

Die Fragen sind in Themengebiete angeordnet und bildlich zusammengefasst. Beispielsweise befassen sich die Fragen des Hauses mit einem selbst; also mit Ernährungsgewohnheiten, Schlaf und Freizeitgestaltung. Weitere Fragen beschäftigen sich mit Familie, Freunde, Umwelt und Beruf. Sie sind in der Umgebung als Bäume angesiedelt. Fragen zu der persönlichen Einstellung bilden das Fundament, aber auch schlechte Angewohnheiten werden beleuchtet. Dieser kurzweilige und niederschwellige Ansatz sollte für eine gute Compliance sorgen.

Weiters bietet die Lifestyle-Kartei dem Arzt einen raschen Querschnitt über den Gesundheitsstatus seines Patienten und kann dabei unterstützen, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen. Der ausgefüllte Bogen sollte in einem Arzt-Patienten-Gespräch besprochen werden. Dieses Vorgehen kann dazu beitragen, dass sich der jeweilige Patient in seiner Haut wohl fühlt und mehr auf seine Gesundheit achtet.

Hilfe zur Selbsthilfe

Von der Idee angetan liest die Patientin weiter, was eigentlich Aktion Regen ist. Es handelt sich dabei um einen österreichischen Verein für Entwicklungszusammenarbeit. Gemeinsam mit ehrenamtlichen Ärzten aus Österreich, bildet die Aktion Regen in afrikanischen Entwicklungsländern Gesundheitsinformanten, sogenannte Rain Worker, für die Aufklärungsarbeit aus.

Mit Hilfe neu entwickelter und leicht verständlicher Aufklärungsbehelfe, geben diese ihr erworbenes Wissen an ihre Mitmenschen im Land weiter; nach dem Motto: Hilfe zur Selbsthilfe. Die Schwerpunkte des vermittelten Wissens liegen unter anderem bei Familienplanung, sexueller Gesundheit, Mutterschutz und HIV/ AIDS-Prävention.

Quid pro quo

Diese Rain Worker benötigen jedoch finanzielle Unterstützung, um ihre Arbeit verrichten zu können. Daher wird im Gegenzug für eine Lifestyle-Kartei um eine kleine Spende gebeten, sozusagen einen Regentropfen.

Ein Euro ist nicht viel und für einen guten Zweck obendrein. Die Patientin überlegt nicht lange, zückt eine Münze aus ihrer Tasche und wirft diese in den dafür vorgesehenen Behälter. Anschließend beginnt sie den Fragebogen auszufüllen.

Quelle:

Das Material wurde von Prof. Dr. Maria Hengstberger,

Gynäkologin und Gründerin von

Aktion Regen zur Verfügung gestellt.

Die Lifestyle-Kartei erhalten Sie über Aktion Regen (Tel: 01/720 66 20)

weitere Information finden Sie unter www.aktionregen.at

Philip Klepeisz, Ärzte Woche 51/52/2015

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