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Allgemeinmedizin 24. Jänner 2014

Schmerzen äußerlich lindern

Gele, Cremes oder Pflaster als Alternative zur Tabletten.

Leichte bis mittelstarke Schmerzen können oft mit rezeptfreien Cremes oder Gelen gut behandelt werden. Unerwünschte gastrointestinale Nebenwirkungen, die bei längerer Einnahme von Tabletten auftreten können, lassen sich damit vermeiden.

Die äußerliche Anwendung ist vor allem dann empfehlenswert, wenn Gelenke betroffen sind oder wenn die Schmerzen durch stumpfe Verletzungen wie Prellungen hervorgerufen werden. Einige äußerlich angewendete Präparate enthalten die gleichen schmerzstillenden Arzneistoffe wie Tabletten, zum Beispiel Ibuprofen oder Diclofenac.

„Nebenwirkungen treten in der Regel nur auf, wenn die Medikamente über einen längeren Zeitraum oder großflächig aufgetragen werden“, sagt Thomas Benkert, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer. „Wenn sich die Beschwerden nach ein bis zwei Wochen nicht merklich bessern, sollte man aber einen Arzt aufsuchen.“ An pflanzlichen Wirkstoffen stehen Präparate mit Beinwell- oder Arnikaextrakten zur Auswahl.

Auswahl nach Zusatzeffekt

Äußerlich angewendete Schmerzmittel dürfen grundsätzlich nur auf unverletzte Haut aufgetragen werden. Der positive Effekt wird durch das Einreiben oder Massieren der betroffenen Hautstelle verstärkt. Gele wirken zusätzlich kühlend, das kann bei Sportverletzungen angenehm sein. Cremes haben einen hautpflegenden Effekt.

Auch starke Schmerzen können mit stark schmerzstillenden Arzneistoffen als Wirkstoffpflaster über die Haut gelindert werden. Die enthaltenen Arzneistoffe gelangen über die Haut langsam, aber konstant ins Blut und lindern so Schmerzen im ganzen Körper.

Einiges gilt es bei der Anwendung zu beachten, daher sollte der Kunde sorgfältig beraten werden. Die rezeptpflichtigen Wirkstoffpflaster dürfen in der Regel nicht zerschnitten werden, denn dann droht eine Überdosierung. Wirkstoffpflaster werden immer auf intakte, unbehaarte Haut aufgeklebt und erst nach einigen Tagen entsprechend der Anweisung des Arztes erneuert. Aus Sicherheitsgründen sollte die Klebeseite des Wirkstoffpflasters nicht mit den Fingern berührt und das Pflaster nur zusammengefaltet mit der Klebeseite nach innen entsorgt werden.

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