zur Navigation zum Inhalt
© shutterstock
 
Allgemeinmedizin 26. Jänner 2014

Kinder als Schnupfenvirusreservoir

Bei grippalem Infekt Immunsystem stärken und Symptome bekämpfen.

Obwohl grippale Infekte auch im Sommer auftreten können, häufen sie sich im Winter. Vor allem deshalb, weil das kalte Wetter das Immunsystem schwächt, die Menschen mehr Zeit in schlecht gelüfteten Räumen verbringen und das in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle verursachende Rhinovirus kühlere Temperaturen für sein Überleben und seine Vermehrung bevorzugt.

„Kleine Kinder sind das Hauptreservoir der Erkältungsviren“, stellt Dr. Kurt Neuwirth-Riedl, Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten in Klosterneuburg bei Wien, fest. Wer also viel Kontakt mit kleinen Kindern hat, ist naturgemäß häufiger den Rhinoviren ausgesetzt - und meist auch von grippalen Infekten betroffen, sofern sein Immunsystem nicht ausreichend gestärkt ist. Das Immunsystem ist auch der einzige wirksame Akteur für die Heilung, indem es spezifische Antikörper gegen das Virus bildet. Die Unterstützung des Immunsystems und die Bekämpfung unangenehmer Symptome wie Fieber, Gliederschmerzen, Husten und verstopfte Nase sind Optionen, das beeinträchtigte Wohlbefinden einigermaßen wieder herzustellen.

Schmerz & Fieber

Schmerzstillende Medikamente aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) sind als Monoprodukte höchste effektiv in der Bekämpfung des Schmerzes aber auch in der Entzündungshemmung und werden daher auch zur Fiebersenkung eingesetzt. Auch bei den ersten Symptomen einer echten Grippe gelten NSAR als erstes Mittel der Wahl, um die Krankheitsbelastung für den Betroffenen zu reduzieren.

Verstopfte und rinnende Nase

Vor allem für eine möglichst ungestörte Nachtruhe sind Nasensprays sinnvoll, um die Schwellung der Nasenschleimhaut zu reduzieren. Nasenspülungen mit mentholhältigen Produkten oder auch mit physiologischer Kochsalzlösung halten die Nasenschleimhaut feucht und sind vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern eine gute Option.

Zwar nicht wegen ihrer Antihis-tamin-Wirkung, sondern wegen ihres Schleimhaut austrocknenden Potentials werden bei lästigen Nasensymptomen im Rahmen eines grippalen Infekts auch Antihistaminika eingesetzt. Im Gegensatz zu anderen Ländern Europas und vor allem der USA werden in Österreich Einzelkomponenten und nicht Kombinationspräparate bevorzugt eingesetzt.

Husten

Der traditionelle Rat viel und warm zu trinken und Lutschtabletten mit Menthol oder anderen essentiellen Ölen zu sich zu nehmen, bringt bei trockenem Husten Erleichterung. Über die Wirksamkeit von schleimlösenden und hustenstillenden Medikamenten wird nach wie vor diskutiert. Heiße Getränke wirken jedenfalls lindernd auf Halsschmerzen und auch scharfe Speisen und heiße Suppen sollen aufgrund ihrer druchblutungsfördernden Wirkung in den Atemwegen eine Beruhigung der Entzündung zur Folge haben.

In den meisten Fällen klingt eine banale Erkältung nach vier bis sieben Tagen von selbst ab - mit den geeigneten Medikamenten lässt sich dieser Zeitraum ein wenig leichter überstehen.

Quellen:
www.hno-neuwirth.at
www.cardiff.ac.uk/biosi/subsites/cold

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben