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Transplantationen 14. Oktober 2013

D: Nach dem Organspende- Skandal

Um mehr Menschen für das Thema Organspende zu sensibilisieren, bieten künftig in Deutschland auch die Apotheken Organspende-Ausweise an. Nach dem Organtransplantationsskandal im vergangenen Jahr in Göttingen und an anderen Kliniken in Deutschland war die Bereitschaft in der Bevölkerung zur Organspende dramatisch zurückgegangen. Ein Organspendeausweis dokumentiert, ob der Betroffene im Ernstfall spenden will.

Seit September können Kunden in Apotheken Fachinformationen zum Thema Organ- und Gewebespende bekommen und auch einen Organspende-Ausweis mitnehmen. Bereits im November 2012 trat eine Neuregelung des deutschen Transplantationsgesetzes in Kraft, um zu erreichen, dass sich mehr Menschen mit dem Thema Organspende befassen. Die Krankenkassen sind danach verpflichtet, ihre Versicherten in einem Schreiben über die Organspende zu informieren und zur Abgabe einer freiwilligen Erklärung über die Spendenbereitschaft aufzufordern.

Die eigene Haltung überdenken - das Gespräch suchen

„Auf der Warteliste für ein Organ stehen in Deutschland derzeit etwa 12.000 potenzielle Organempfänger“, erklärt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). „Täglich sterben durchschnittlich drei Menschen aufgrund des Mangels an gespendeten Organen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Menschen sich mit ihrer persönlichen Haltung zur Organ- und Gewebespende auseinandersetzen und ihre Entscheidung in einem Organspendeausweis dokumentieren. Dazu ist es notwendig zu wissen, wo sie - leicht zugänglich - einen Organspendeausweis bekommen.“

Quelle: abda

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