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Diabetologie 2. September 2013

Diabetes-Medikamente

Apotheker informieren über Nebenwirkungen.

Diabetiker sollten sich beim Apotheker darüber informieren, wie sie am besten mit möglichen Nebenwirkungen ihrer Medikamente umgehen. „Einige Nebenwirkungen sind unvermeidbar, andere treten nur bei fehlerhafter Einnahme auf oder können ein Alarmsignal sein“, stellte Hiltrud von der Gathen beim Pharmacon fest, einem internationalen Fortbildungskongress der Bundesapothekerkammer. „Hier ist die Beratung des Apothekers gefragt: Er kann sein umfangreiches Wissen in die Sprache des jeweiligen Laien übersetzen.“

Die meisten Diabetiker werden mit oralen Antidiabetika behandelt. Sinkt der Blutzuckerwert durch ein Medikament zu stark ab, kann es zu Konzentrationsstörungen bis hin zur Ohnmacht kommen. Alarmsignale sind u.a. Herzrasen, Zittern oder Schweißausbrüche. Unterzuckerungen sind z.B. für Autofahrer besonders gefährlich, weil sie die Konzen-tration und Reaktionsfähigkeit stark beeinträchtigen können. Nimmt ein Diabetiker ein Medikament mit einem Wirkstoff aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe ein und lässt eine geplante Mahlzeit aus, ist das Risiko für Unterzuckerungen groß. „Kann ein Patient aus unterschiedlichen Gründen nichts essen, muss er wissen, wie er die Dosis seiner Medikamente anpasst“, so von der Gathen.

Die erforderlichen Maßnahmen legt der Arzt fest

Der am häufigsten verordnete Wirkstoff gegen Diabetes ist Metformin. Bei vielen Patienten treten zu Beginn der Behandlung Verdauungsbeschwerden wie Übelkeit, Magenschmerzen oder Durchfälle auf. Wird Metformin hingegen zunächst über längere Zeit gut vertragen, können plötzlich auftretenden Verdauungsbeschwerden Warnsignale für eine beginnende schwerwiegende Komplikation, die so genannte Lactatacidose, sein. Patienten sollten dann mit ihrem Arzt sprechen. Von der Gathen: „Im Beipackzettel sind Verdauungsbeschwerden als mögliche Nebenwirkungen aufgeführt. Aber erst durch die Beratung in der Apotheke können viele Patienten diese Nebenwirkungen richtig einordnen.“ Das Vertrauensverhältnis und die Gesprächsbasis des Patienten mit dem Apotheker ist daher eine wichtige Ergänzung zur Verordnung durch den Arzt.

Quelle: ABDA

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