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Allgemeinmedizin 12. August 2013

Muttermilchforschung

Neue Initiative von fördert aktiven Dialog.

Ziel der einzigartigen Initiative ist es, herausragende Forschungsprojekte zu fördern, Wissen aus der Muttermilchforschung zu verbreiten und die Stillmotivation bei Müttern zu unterstützen.

Das neue Nutricia-Forum vernetzt auf unterschiedlichen Ebenen Wissenschaftler und Ärzte und fördert gezielt den Austausch zwischen den Experten. Eine unabhängige Jury wird ab diesem Jahr einmal jährlich den mit 10.000 Euro dotierten „Nutricia-Wissenschaftspreis zur Erforschung der Muttermilch“ verleihen. Der Preis zeichnet herausragende Ansätze in der Muttermilchforschung aus und soll Arbeiten in diesem Bereich vorantreiben. Auf einer neuen Onlineplattform werden die Erkenntnisse Fachkreisen zugänglich gemacht.

Zu den vielfältigen Services zählen Maßnahmen zur aktiven Förderung des Stillens, Symposien für Ärzte und Hebammen sowie ein regelmäßiger Newsletter. Studienergebnisse werden online in Form von Übersichtsartikeln zur Verfügung gestellt.

Faszinierende Eigenschaften der Muttermilch

Dr. Christopher Mayr, Leiter des Nutricia-Forums für Muttermilchforschung, erklärt: „Die Initiative soll einen aktiven Dialog im Bereich Muttermilchforschung ermöglichen und neueste Forschungsergebnisse breiter verfügbar machen. Besonderen Stellenwert hat dabei die Aufklärung zum Thema Stillen, denn wir wissen: Stillen ist das Beste für Mutter und Kind - wegen der optimalen Nährstoffversorgung und auch wegen der Förderung der Bindung zwischen Mutter und Kind.“ Der weltweit anerkannte Muttermilchforscher Dr. Bernd Stahl begleitet das Forum als wissenschaftlicher Leiter. Er sieht für das Projekt bedeutende Einflussmöglichkeiten für die weltweite Forschung: „Das Forum unterstützt zentrale Aspekte unserer Wissenschaft. Als Forscher bin ich nach wie vor fasziniert von den Eigenschaften der Muttermilch.“

Die Wurzeln des Nutricia-Forums für Muttermilchforschung liegen in der deutschlandweit einzigartigen Milupa Forschung in Friedrichsdorf, die nun als Nutricia Forschung weitergeführt wird. Bereits vor über 30 Jahren begann dort die Untersuchung der Muttermilch nach ihren Inhaltsstoffen und Funktionsweisen, um auch für Säuglinge, die gar nicht oder nicht voll gestillt werden können, eine angemessene Ernährung gewährleisten zu können. Der erste Schritt erfolgte bereits 1968: Vor dem Hintergrund, dass Kuhmilch ein Casein-Molkenprotein-Verhältnis von 80:20 hat, Muttermilch hingegen ein Verhältnis von 40:60, führte Milupa mit Aptamil zum erstenmal eine Säuglingsmilch ein, deren Eiweißzusammensetzung an die der Muttermilch adaptiert war.

Anfang der 1990er Jahre erfolgte ein zweiter großer Schritt hin zu noch größerer Muttermilchnähe. Die Milupa-Forschung hatte herausgefunden, dass langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren (LCPs) eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Gehirns, des Nervensystems und des Sehvermögens spielen. Um nicht gestillten Babys diese Fettsäuren zugänglich zu machen, setzte Milupa ab 1992 als erstes Unternehmen diese LCPs ihren Säuglingsnahrungen zu. Der jüngste Meilenstein auf dem Weg zur größtmöglichen Muttermilchnähe war die Einführung von Prebiotics im Jahre 2002. Die Milupa-Forscher fanden heraus, dass sich bestimmte Kohlenhydrate in der Muttermilch positiv auf das Immunsystem des Säuglings auswirken. Die heute patentierte Prebiotics-Rezeptur verbessert die Darmflora und unterstützt die Abwehrkräfte des Säuglings.

Informationen:

Milupa GmbH/Stefan Stohl

Bahnstraße 14-30

D-61381 Friedrichsdorf

Deutschland

Tel. 0049/61 72/99 - 1052

Fax 0049/61 72/99 - 1728

E-Mail:

www.milupa.de

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