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© Lukas Barth / dpa
Nikotin- und Alkoholkonsum erhöhen den Mikronährstoffbedarf.
 
Immunologie 5. März 2013

Das Immunsystem stärken

Mikronährstoffe unterstützen den Körper bei der Krankheitsabwehr

Mikronährstoffe sorgen für das Gleichgewicht im Stoffwechsel des Menschen. In unterschiedlichsten Lebensumständen ist der Mikronährstoffbedarf erhöht - doch die moderne Ernährung führt eher zu einer Unterversorgung des Organismus. Die Folgen sind vielschichtig und betreffen in großem Maße das Immunsystem.

Die unter dem Begriff Mikronährstoffe zusammengefassten Nährstoffgruppen sind Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren, Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe. Ein erhöhter Bedarf daran kann sich sowohl bei gesunden als auch bei kranken Personen ergeben. So sind Personen mit erhöhter Sonnenexposition, mit Nikotin- und Alkoholkonsum, hoher Stressbelastung oder bei Durchführung einer Diät ebenso gefährdet wie Patienten mit Infektionen, mit Herz-Kreislauferkrankungen, mit Diabetes, Krebs, Darmerkrankungen oder Osteoporose. Ursache für den erhöhten Bedarf ist meist eine durch die Lebenssituation bedingte vermehrte Bildung von freien Radikalen, die einen sich selbst verstärkenden Kreislauf der Zerstörung von Zellen und Bildung von entzündungsfördernden Substanzen in Gang setzen.

Der österreichische Ernährungsbericht 2012 nennt als Nährstoffe, die ein hohes Mangelrisiko in Österreich aufweisen Folsäure, Vitamin D, Calcium, Jod und Eisen, jene mit einem mittleren Mangelrisiko Beta Carotin, Zink und Selen und mit einem grenzwertigen Mangelrisiko Vitamin C und Magnesium. Doch erst das ausgewogene Zusammenspiel führt zum reibungslosen Ablauf.

Auch für die antioxidative Wirkung und damit die Stärkung des Immunsystems wird eine Kette an Mikronährstoffen benötigt. Denn Antioxidantien erkennen und entfernen freie Radikale und unterstützen die Regeneration. Dazu zählen Vitamin A, C und E, Selen, Eisen und Zink, sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Letztere sind etwa Catechine aus dem grünen Tee, Lycopin aus der Paradeiser, Curcumin aus der Gelbwurzel oder Flavonoide aus Zitrusfrüchten. Als Immunmodulatoren fungieren Vitamin A und die B-Vitamine. In Kombination unterstützen sie das Immunsystem in seiner Gesamtheit.

Signifikant weniger Symptome - signifikant weniger Krankenstand

Bei wiederkehrenden Atemwegserkrankungen konnte mit einer orthomolekularen Mikronährstoffkombination in einer placebokontrollierten Doppelblindstudie eine Symptomverbesserung erreicht werden. Durch die Einnahme des Mikronährstoffprodukts ergab sich innerhalb von sieben Tagen ein signifikant stärkeres Abklingen der Erkältungssymptome, sowie eine signifikante Reduktion der Erkältungsepisoden, vor allem bei Patienten mit anfänglicher unzureichender Vitamin C- und D-Versorgung. Darüber hinaus mussten in der Mikronährstoffgruppe signifikant weniger Personen in Krankenstand gehen.

Eine Interventionsstudie zur Auswirkung von alimentären Ergänzungsmitteln auf die Gesundheit ergab eine Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands und der Abwehrkraft des Immunsystems. Die Krankenstandshäufigkeit wurde im Vergleich zum Vorjahr um 75,6 Prozent hochsignifikant gesenkt.

Quelle: Fortbildungsabend d. Österr. Apothekerkammer, L-Geschäftsstelle Wien, „Mikronährstoffe in der orthomolekularen Ernährungsmedizin“, 23. Jänner 2013

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