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Allgemeinmedizin 5. November 2012

Grippeimpfung und Apotheke

Beratung kann Impfbereitschaft fördern.

Schwere Grippewellen können pro Jahr bis zu 840.000 Menschen in Österreich betreffen. Auch wenn Derartiges derzeit nicht absehbar ist, sind immungeschwächte Personen, wie ältere Menschen, kleine Kinder und chronisch Kranke auch bei leichten Grippewellen einem erhöhten Gesundheitsrisiko ausgesetzt. Pro Jahr sterben in Österreich etwa 1000 Personen an den Folgen einer Grippeinfektion.

Das Risiko an einer Influenza zu erkranken, kann durch eine Impfung beträchtlich gesenkt werden - vor allem in der Altersgruppe von 18 bis 65 Jahren. Auch wenn die Wirkung in der Altersgruppe der über 65-Jährigen reduziert ist, kann sie mehr als die Hälfte in dieser Altersgruppe vor einer Erkrankung und ebenso große Anteile vor der Hospitalisierung und vor dem Tod bewahren.

Die Durchimpfungsraten in Österreich sind sehr niedrig, stellt Univ.-Prof. Dr. Ursula Wiedermann- Schmidt, Leiterin des Instituts für Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin an der Medizinischen Universität Wien fest. In der Gruppe der ältesten Personen liegt sie weit unter 20 Prozent. Ebenso niedrig ist die Durchimpfungsrate bei Personen, die im Gesundheitswesen tätig sind mit nur etwa 17 Prozent.

Zweifel am Schutz sind unbegründet

Gründe für eine geringe Bereitschaft sich impfen zu lassen liegen in der Angst vor Nebenwirkungen aber auch in der Annahme, dass die Impfung nicht protektiv wirkt. Gerade im Bereich der Krankenversorgung und -pflege (besonders im geriatrischen Bereich) konnte aber in Studien sehr eindrucksvoll gezeigt werden, dass durch Impfung des Pflege/Ärztepersonals die Erkrankung und Sterbefälle bei den kranken Personen signifikant reduziert werden konnte.

Die WHO-Empfehlung für die Zusammenstellung der Influenzaimpfstoffe für die nördliche Hemisphäre in der Saison 2012/2013 beinhaltet H1N1: A/California/7/2009, H3N2: A/Victoria/361/2011 und B: Wisconsin/1/2010. Der beste Zeitpunkt für die Impfung ist zwischen Oktober und Dezember. Auch während der Grippewelle ist die Impfung noch sinnvoll, solange noch keine Ansteckung erfolgt ist bzw. noch keine Krankheitszeichen auftreten. Die lange Tradition der Zusammenarbeit der Apotheken bei Impfaktionen wird auch heuer wieder mit der Influenza-Impfaktion fortgeführt, die bis Jahresende läuft.

Quelle: Journalistenseminar „Influenza - Ein Gesundheitsrisiko?“

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