zur Navigation zum Inhalt
 
Allgemeinmedizin 20. August 2012

Wechselwirkungen

Rezeptfreie Schmerzmittel mit hohem Risiko

Bei rezeptfreien Schmerzmitteln sind Wechselwirkungen teils dramatisch. Die Österreichische Apothekerkammer knüpft nun an einen Appell des Vereins für Konsumenteninformation an, rezeptfreie Schmerzmittel nicht bedenkenlos einzunehmen, sondern die Beratung des Apothekers zu nützen.

„Rezeptfreie Schmerzmittel werden oft bedenkenlos eingenommen“, warnte der Verein für Konsumenteninformation (VKI) kürzlich vor den Neben- und Wechselwirkungen von Schmerzmedikamenten und unterstützt damit die Argumentation der Österreichischen Apothekerkammer, die vor dem unsachgemäßen Gebrauch von vermeintlich harmlosen Medikamenten warnt. Jedes Arzneimittel löst eine Wirkung, Neben- und Wechselwirkungen im Körper aus. „Die Kompetenz des Apothekers, der Apothekerin als Ansprechpartner für Patienten/Kunden bei der richtigen Einnahme und Dosierung wird immer wichtiger“, so Mag.pharm. Max Wellan, Präsident der Österreichischen Apothekerkammer.

Die größte gesundheitliche Gefahr bei der unsachgemäßen Einnahme von rezeptfreien Medikamenten sind die dramatisch unterschätzten Wechselwirkungen. Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln können schwere bis tödliche Folgen nach sich ziehen. Auch und gerade im Bereich der rezeptfreien Medikamente (OTC-Präparate) können bei geläufigen Schmerzmitteln mit den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure, bei nicht steroidale Antirheumatika oder bei analgetischen Kombinationspräparaten massive Wechselwirkungen auftreten.

Mit einer Informationskampagne bietet die Apothekerkammer ihre Mitglieder als kompetente Auskunftsplattform an: „Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.“ In den mehr als 1.320 Apotheken in Österreich kann jeder Patient kontrollieren lassen, ob und wie die einzunehmenden Medikamente kombinierbar sind. Die Beratungskompetenz der 5.700 Apothekerinnen und Apotheker ist eine der zentralen Leistungen und sollte unbedingt auch in Bezug auf Arzneimittelwechselwirkungen in Anspruch genommen werden.

Quelle: Presseaussendung Österreichische Apothekerkammer

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben