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Sprechstunde in der Schule

Schulsprechstunden sind in Deutschland Teil des Beratungsangebots vieler Gesundheitsämter. Ziel ist, durch örtliche Kooperationspartner praxisbezogene, lebensnahe und aktuelle Informationen zu gesundheitlichen Fragestellungen zu geben und Hilfsangebote für Schüler, Lehrer und Eltern zu vermitteln.

 

In Stuttgart zum Beispiel wurde dieses Konzept so umgesetzt, dass jede Schule von einem zuständigen Kinder- und Jugendarzt des Gesundheitsamtes betreut wird. In den meisten Hauptschulen wird zusätzlich eine Schulsprechstunde mindestens einmal im Monat angeboten. Die Themen dabei sind vielfältig und umfassen etwa Angst, Sexualität, Selbsttötungsgedanken und Ritzen, Essstörungen und Drogen. Zusätzlich bietet das Gesundheitsamt im Rahmen des Unterrichts gemeinsam mit den Lehrern vorbereitete Unterrichtseinheiten an, zum Beispiel zu den Themen Entwicklung des Körpers, Alkohol, Impfen, Kopfschmerzen Rauchen, Sexualität und Verhütung.

Bereits 2003 wurde auch das Netzwerk „g’sund & g’scheit“, eine Initiative des ÖGD Baden-Württemberg, ins Leben gerufen. Dessen Ziel ist es, Projekte zur Gesundheitsförderung in Kindertageseinrichtungen und Schulen zu planen und unterstützen – unter anderem in Kooperation mit Ärzten.

Lobenswerte Modelle

Fest in den Schulalltag integriert sind nur wenige Schulärzte. Sie sind ebenso wie regelmäßige Schulsprechstunden von Ärzten immer noch die große Ausnahme, wie Dr. Ulrike Horacek, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin und Leiterin des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes im Gesundheitsamt Recklinghausen beklagt.

Lobenswerte Modellansätze sind ihrer Ansicht nach jener des Gesundheitsamtes Münster - dort ist für jede Schule ein fester Schularzt bestellt - oder das Projekt „Medi-Päds“ in Westfalen-Lippe. Dort haben sich Teams aus Ärzten und Lehrern zur Aufgabe gemacht, Gesundheitsbewusstsein zum „Leitbild“ in der Schule zu machen. Dazu werden unter anderem entsprechende Unterrichtsprojekte vor allem für die Klassen 5 und 6 entwickelt und umgesetzt. In Bayern ist Ende vergangenen Jahres eine Kooperation von Apothekern und Ärzten angelaufen, um nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit beim Projekt „Apotheke macht Schule“ zu suchen, etwa beim Thema Prävention durch Impfen.

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