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Allgemeinmedizin 5. März 2013

Antibiotika - Kampf gegen Resistenzen

„Antibiotika sind hochwirksame, teilweise lebensrettende Arzneimittel. Aber sie limitieren ihren Einsatz selbst, wenn sie zu häufig oder unkritisch verordnet oder zu kurz oder unterdosiert eingenommen werden. Unser gemeinsames Ziel muss der verantwortungsbewusste Umgang mit Antibiotika sein“, so Dr. Andreas Kiefer, Präsident der Bundesapothekerkammer beim Fortbildungskongress Pharmacon in Davos: „Ärzte und Apotheker haben im Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen eine Schlüsselposition.“

Auch die Beratung des Patienten kann die Entwicklung von Resistenzen eindämmen. Dazu gehören u.a. Informationen zum Einnahmezeitpunkt, zur Behandlungsdauer und zu möglichen Wechselwirkungen.

Ursachen für die zunehmende Resistenzentwicklung sind beispielsweise die fehlende Rezeptpflichtigkeit von Antibiotika in anderen Ländern und ihre unkritische Anwendung. Resistente Erreger werden dann importiert. Auch der Einsatz von Antibiotika in der Veterinärmedizin und Landwirtschaft begünstigt Resistenzen.

Die Auswahl eines Antibiotikums orientiert sich oft fälschlicherweise nicht nur an medizinischen Erfordernissen, sondern auch am Preis des Arzneimittels. Sinkt der Preis eines antibiotischen Wirkstoffs nach Ablauf des Patentschutzes, werden entsprechende Generika häufiger verordnet. In der Folge steigt auch das Risiko für Resistenzen.

Quelle: Pressemitteilung abda

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