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Foto: wikipedia
Escherichia coli, ein vom European Resistance Surveillance Network überwachter Leitkeim.
 
Infektiologie 23. November 2010

So verschreibt Österreich

Der heimische Bericht zur Lage der Resistenz gegen antimikrobielle Mittel, AURES, zeugt vom unkritischen Einsatz der Antibiotika.

Um die Gefahr der Antibiotika-Resistenz aufzuzeigen sowie ein Bewusstsein zum umsichtigen Einsatz von Antibiotika zu schaffen, wurde vor zwei Jahren vom European Centre for Disease Prevention and Control der Europäische Antibiotika Tag initiiert. Aktuell kam nun AURES, der Bericht zur Resistenzsituation in Österreich, heraus.

Laut dem AURES-Bericht ist bei den MRSA ein rückläufiger Trend zu beobachten, möglicherweise ein erster Erfolg der jahrelangen Bemühungen auf dem Gebiet der Infektionshygiene. Dem Gesamtrückgang 2008/2009 von 7,5 Prozent auf 5,9 stehen jedoch auf chirurgischen Abteilungen mit 12 Prozent und auf Intensivstationen mit 8,5 Prozent deutlich höhere Werte gegenüber. Bei E. coli besteht europaweit seit Jahren ein Trend zur Resistenz gegen Aminopenicilline, Cephalosporine Klasse III und Chinolone. 2009 waren nur mehr vier von zehn E. coli Stämmen auf alle Antibiotika empfindlich. Die Chinolon-Resistenz ging jedoch erfreulicherweise deutlich zurück und liegt 2009 bei 20,5 Prozent, was im Vergleich zu 2007 einen Rückgang von fünf Prozent bedeutet.

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