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Prof. DDr. Johannes Huber Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Wien

 

 

„Da müssen Sie halt durch“

Mit ihrer Menopause werden Frauen oft „im Regen stehen gelassen“.

Manchmal ist es vielleicht einfach nur mangelndes Wissen der Ärzte, das Frauen den Zugang zu Hilfe bei Menopause-Problemen versperrt. Die Österreichische Menopausegesellschaft veranstaltet daher alljährlich einen internationalen Kongress zu den Themen Menopause, Andropause und Anti-Aging.

Der schon traditionelle vorweihnachtliche Wiener Menopause-Andropause-AntiAging-Kongress wird heuer vom 11. bis 13. Dezember stattfinden. Einen kleinen Vorgeschmack bietet Prof. DDr. Johannes Huber von der Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Wien, in einem Gespräch mit der Ärzte-Woche.

Welche hauptsächlichen Probleme von Patientinnen in der Menopause begegnen Ihnen in der Praxis?

Huber: Das größte Problem liegt darin, dass viele Frauen in der Menopause im Regen stehen gelassen und mit der Bemerkung abgefertigt werden: „Da müssen Sie halt durch.“ Der durch Hitzewallungen ausgelösten Schlafentzug ist nach wie vor ein großes Problem, vor allem für berufstätige Frauen, die am nächsten Tag zeitig aufstehen müssen.

Was tut sich international Neues auf dem Gebiet der Menopause und Andropause?

Huber: Der Estrogen-only-arm der WHI-Studie (Anm.: Women’s Health Initiative) ist nach wie vor Inhalt vieler Diskussionen, da er die brustkrebsreduzierende Wirkung des Östrogens gegenüber Placebo zeigt. Aber auch der Einfluss der Hormone auf die Darmbakterien ist ein neues Thema geworden.

Warum ist es Ihrer Meinung nach wichtig, dass es eine eigene Menopausegesellschaft gibt?

Huber: Dadurch kann man auf die regionalen Bedürfnisse von Menschen, aber auch auf regionale Verhältnisse besser eingehen.

Worüber werden Sie am Menopausekongress sprechen?

Huber: Die mit 115 Jahren verstobene „Tante Henny“ hat ihren Körper der Medizin vermacht. Auf der Suche nach den Rätseln der Langlebigkeit fand man interessante Ergebnisse.

www.menopausekongress.at

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