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Allgemeinmedizin 13. Oktober 2014

Unheilvolle Kombination

Anaphylaxie durch Weizen und Sport.

Eine Allergie auf Weizenmehl kann beim Joggen, aber auch Tanzen, Bergsteigen oder anderen körperlichen Anstrengungen Probleme verursachen.

Wer beim Joggen plötzlich einen juckenden Hautausschlag bekommt, Schwächegefühl und Atemnot verspürt, vielleicht sogar bewusstlos wird, der hat mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Anaphylaxie, die durch die Anstrengung ausgelöst wurde. Darauf wies Prof. Bernhard Przybilla, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, LMU München, bei der 24. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie hin.

Diese lebensbedrohliche Krankheit wird zunehmend, vor allem bei jungen sportlichen Menschen, beobachtet. Nicht selten bleibt jedoch die eigentliche Ursache unerkannt, da die Hautreaktionen als Urtikaria fehlgedeutet werden. Sehr häufig sei es aber eine Allergie auf Weizenmehl, die durch körperliche Anstrengung nach dem Genuss weizenhaltiger Nahrungsmittel zur Anaphylaxie führt.

Hauttest oft negativ

Neben Anstrengung gibt es weitere Trigger wie Schmerzmittel oder Alkoholgenuss, heißt es in einer Mitteilung der LMU München. Die Allergiediagnostik habe ergeben, dass die überwiegende Zahl der Patienten mit einer weizenabhängigen anstrengungsinduzierten Anaphylaxie (wheat-dependent exercise-induced anaphylaxis) Antikörper gegen Omega-5-Gliadin, einem Speicherprotein im Weizen, hat. Hauttests mit Weizenextrakt seien dagegen oft negativ.

Auch eine Allergie auf andere Weizenkomponenten oder andere Nahrungsmittel könne Ursache einer anstrengungsinduzierten Anaphylaxie sein, erinnert die LMU München.

Eine sorgfältige allergologische Diagnostik zur Identifizierung des Auslösers sei nötig. Nur so werde eine zuverlässige Versorgung des Patienten durch Meidung der nicht vertragenen Nahrungsmittel, Anaphylaxieschulung und Notfallmedikamente möglich.

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