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© Armin Weigel / dpa
 

Rauchverbot lässt Kinder aufatmen

Nachdem in England das Nichtraucherschutzgesetz in Kraft getreten war, mussten in den ersten drei Folgejahren 6.802 Kinder weniger wegen eines Asthmanotfalls behandelt werden.

Seit 2007 darf in England in öffentlichen Räumen nicht mehr geraucht werden. Nicht nur die Zahl der Herzinfarkte ist seitdem gesunken. Auch die Situation der Kinder hat sich deutlich verbessert: Im Studienzeitraum wurden 217.381 Kinder als Asthmanotfall in einer Klinik vorgestellt, rund 87% von ihnen stammten aus städtischer Umgebung. Vor Inkrafttreten des Nichtraucherschutzgesetzes war die Zahl der Behandlungen, die im Herbst jeweils einen Höchststand erreichte, jährlich um 2,2% gestiegen. Direkt nachdem die neue Bestimmung wirksam wurde, reduzierte sich die Rate kindlicher Asthmanotfälle um 8,9%. Im ersten Jahr sank die Zahl der Klinikeinweisungen um 12,3% und fällt seither weiter um jährliche 3,4%.

     

Befürchtungen, dass Raucher nun ihre Wohnungen stärker unter Qualm setzen und damit die Familienangehörigen stärker belasten würden, haben sich offenbar nicht bestätigt – im Gegenteil.

Mit diesem Erfolg für die Kindergesundheit steht England nicht allein da. Schottland etwa berichtet über eine jährliche Reduktion von 18,2% und Arizona über 22% weniger Notfallbehandlungen von Kindern mit Asthma, seit der Nichtraucherschutz gilt.

Millett C et al.: Pediatrics 2013; doi: 10.1542/peds.2012-2592

springermedizin.de, Ärzte Woche 24/2013

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