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Foto: matka_Wariatka / photos.com
Der Stoppel sollte bei Allergien besser in der Flasche bleiben.
 
Allgemeinmedizin 22. Februar 2012

Allergie und Asthma: Finger weg vom Alkohol!

Histamine, die bei der Gärung entstehen, können Allergien verstärken und die Beschwerden verschlimmern.

Allergiker müssen auch bei Nahrungsmitteln aufpassen, die Histamine enthalten oder bei der weiteren Verstoffwechselung im Organismus freisetzen.

 

„Das Trinken alkoholischer Getränke kann gesundheitliche Beschwerden aufgrund von allergischem Asthma bronchiale und anderen Allergien wie Niesen, Juckreiz, Kopfschmerzen und Husten hervorrufen beziehungsweise verstärken“, erklärt Prof. Dr. Dieter Köhler, Leiter des Fachkrankenhauses Kloster Grafschaft in Schmallenberg, Deutschland, und wissenschaftlicher Beirat der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP).

Dabei sei meist gar nicht der Alkohol an sich das Problem, sondern die Histamine, die bei der Herstellung alkoholischer Getränke von Hefen und Bakterien während der Gärung gebildet werden.

Betroffene müssen auch bei Nahrungsmitteln aufpassen, die Histamine enthalten oder bei der weiteren Verstoffwechselung im Organismus freisetzen – wie beispielsweise gereifte Käsesorten, sauer eingelegte oder vergorene Lebensmittel und hefehaltige Produkte wie Brot, Most und Traubensaft.

Potenzielle Allergene beigefügt

Wein und Bier können noch weitere potenzielle Allergene enthalten, entweder natürlicherweise oder weil sie zur Herstellung hinzugefügt werden: „Zum Beispiel Sulfite in Weißwein, die teilweise zur Konservierung zugesetzt werden und von denen längst bekannt ist, dass sie Asthma und andere allergische Beschwerden auslösen können“, so Köhler.

Mögliche Beschwerden reichen von juckenden Augen und leichtem Ausschlag bis hin zu lebensbedrohlichen Asthmaanfällen oder anaphylaktischem Schock.

Demgegenüber enthält Rotwein oft Tyramin – eine Substanz, die heftige Kopfschmerzen verursachen kann. Dem Bier werden zur Filterung mitunter Eiweißstoffe beigemischt, die allergen wirken können.

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