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Rund 80 Prozent aller Frauen und 50 Prozent der Männer legen Wert auf strahlend weiße Zähne.
 
Zahnheilkunde 31. Oktober 2012

Auch viele Männer wollen ein Bleaching

Bereits jeder zweite Mann fragt bei einem Zahnarztbesuch nach der Möglichkeit einer Zahnaufhellung.

Bei weiblichen Patientinnen beläuft sich das Interesse an helleren Zähnen bereits auf rund 80 Prozent. Das erklärte Dr. Dirk Stockleben aus Hannover, Deutschland, auf einer Infoveranstaltung, die anlässlich der neuen deutschen Kosmetikverordnung in Berlin stattfand.

Stockleben sieht in der Zahnaufhellung ein großes Potenzial für die Zahnärzte und ihre Praxen. Die Behandlung gehöre immer in die Hände des Zahnarztes und nicht ins „Schönheitsinstitut“, sagte er und zitierte eine Stellungnahme der Deutschen Bundeszahnärztekammer vom September 2012. Anschließend wies er darauf hin, dass der Patient mindestens 18 Jahre alt sein muss. Sollte zudem er Diabetiker sein, sei eine richtige medikamentöse Einstellung erforderlich, und es dürfe keine Bisphosphonat-Therapie erfolgt sein. Es gebe aber auch andere Kontraindikationen wie Schwangerschaft, Stillzeit oder HIV-Infektion. Auch bei einer Chemotherapie sowie einer Radiatio und unbehandelter Gingivitis sowie Parodontitis sollte keine Zahnaufhellung erfolgen.

Neue Farbenuance erst nach Rehydration zu beurteilen

Stocklebens Tipp: „Achten Sie darauf, dass die Gingiva lückenlos geschützt ist und geben Sie kein Gel auf freies Dentin!“ Sollte doch eine Hypersensibilität auftreten, die nicht nach kurzer Zeit wieder verschwindet, empfiehlt er, Ibuprofen zu verordnen. „Machen Sie die Patienten außerdem darauf aufmerksam, dass beim Bleichvorgang der Schmelz dehydriert wird. Das hat zur Folge, dass erst nach erfolgter Rehydratation, die bis zu zwei Wochen dauern kann, die endgültige Farbnuance auszumachen ist.“

Quelle: zm-online  

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