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Prof. Dr. Alexander Lerchl Hormonbiologe an der Jacobs University in Bremen.©
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Allgemeinmedizin 11. März 2016

Handystrahlen: ein Faktencheck

Mobilfunker stellen Vorwürfe infrage.

In der Industrie-kritischen Kinodoku „Thank you for calling“ (Regie Klaus Scheidsteger) wird der Verdacht geäußert, dass Mobilfunkstrahlung Gehirntumore auslösen könnte. Das Forum Mobilkommunikation (FMK) antwortet mit einem Video-Faktencheck. Fazit: Der Film sei wissenschaftlich nicht überzeugend, der Verdacht durch keine neuen Fakten untermauert.

„Es war nicht leicht, aus der Fülle der völlig falschen Fakten, verdrehten Tatsachen und technischen Unverständnis die wichtigsten Punkte auszusuchen“, sagt Mag. Margit Kropik, FMK-Geschäftsführerin. So werde im Film die Forderung nach Reproduktion von Studien als „Finte“ der Industrie dargestellt – das sei in doppeltem Sinn Unfug, da die Reproduktion von Studien eine von der Wissenschaft selbst geforderte Voraussetzung ist, um die wissenschaftliche Integrität zu sichern, heißt es in dem FMK-Video „Pick up the phone“ ( bit.ly/1TOD30b ).

Weiters werde im Film behauptet, die Industrie würde die Öffentlichkeit nicht über den anerkannten Wissensstand informieren. Das sei falsch. Als die IARC (Agentur für Krebsforschung, Anm.) am 31. Mai 2011 die Einschätzung von Mobilfunk mit „2 B“ klassifizierte, hat dies auch die Industrie am selben Tag kommuniziert – samt Erklärung, was das bedeute. „2 B“ bedeute „möglich“, aber „nicht wahrscheinlich“, an einem Tumor zu erkranken. In der Klasse „2 B“ befinden sich u. a. auch Kaffee, Kokosnussöl und eingelegtes Gemüse.

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