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Augenheilkunde 10. Juni 2013

Vorsorglich zum Augenfacharzt

6. Juni: Internationaler Tag der Sehbehinderung

Anlässlich des internationalen Tages der Sehbehinderung weist die Ärztekammer darauf hin, dass für Vorsorge und Behandlung der erste Weg zum Ophthalmologen führen muss.

„Die Vorsorgeuntersuchung bei der Augenärztin oder beim Augenarzt ist einer der wichtigsten Gesundheitschecks überhaupt. Ist im Auge einmal etwas zerstört, Sehnervenfasern oder Sehzellen, dann ist das oft irreversibel,“ betont Dr. Helga Azem, Obfrau der Fachgruppe Augenheilkunde und Optometrie in der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK). Jeder Zweite hat Probleme mit den Augen, zehn Prozent leiden am trockenen Auge. Augenerkrankungen sind in sehr vielen Fällen nicht harmlos: 80.000 Menschen in Österreich sind von einem Glaukom („Grünen Star“) betroffen, 35.000 davon sind bereits schwer sehbehindert.

Früherkennung

„Nur frühe Diagnose und Therapie von Augenerkrankungen können dafür sorgen, dass Beeinträchtigungen rechtzeitig erkannt und therapiert werden“, sagt Azem. Das Tückische: Augenerkrankungen machen lange Zeit keine Beschwerden, wenn die Sehverschlechterung bemerkt wird, ist die Schädigung oft schon weit fortgeschritten und das Sehvermögen nicht wieder herstellbar.

„Nur die eingehende augenärztliche Untersuchung kann neben einer möglichen Fehlsichtigkeit auch Erkrankungen wie ein Glaukom, eine Netzhautverkalkung/Makuladegeneration oder Netzhautschäden bei Allgemeinerkrankungen wie hohem Blutdruck oder Diabetes mellitus feststellen“, so Azem. Was wenig bekannt ist: Augenärzte vermögen auch internistische Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Durchblutungsstörungen frühzeitig zu erkennen .

„Nur die Augenärztin oder der Augenarzt sind Experten für die umfassende Gesunderhaltung des Auges“, betont Dr. Johannes Steinhart, Obmann der Bundeskurie Niedergelassene Ärzte in der ÖÄK.

Azem rät, dass man ab dem 40. Lebensjahr einmal jährlich eine augenärztliche Untersuchung durchführen lassen sollte, ab 60 Jahren ein bis zwei Mal pro Jahr. Bereits bei kleinen Kindern sollten die Weichen in Richtung Augengesundheit gestellt werden. „Rund um das zweite Lebensjahr sollte bei jedem Kind vom Augenarzt untersucht werden, ob Schielen oder eine Fehlsichtigkeit vorliegt. Bei Nichterkennen könnte ein Auge das Sehen nicht erlernen und schwachsichtig werden. Das bedeutet lebenslange Einäugigkeit. Auch Schulkinder mit Kopfschmerzen und Schulschwierigkeiten wie Lese- und Rechtschreibproblemen gehören zum Augenarzt.“

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