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Die Preisträger Doz. Dr. Christoph Säly (links) und Dr. Thomas Winder (rechts) mit dem Präsidenten der Vorarlberger Ärztekammer Dr. Michael Jonas (mitte).
 
Innere Medizin 1. Oktober 2011

Wissenschaftlicher Preis der Ärztekammer Vorarlberg verliehen

Die besten wissenschaftlichen Arbeiten im Jahre 2010 wurden diese Woche von Präsident Dr. Michael Jonas mit dem Preis der Ärztekammer Vorarlberg für ausgezeichnet. Der mit  4.000,- dotierte Preis ging diesmal  zu gleichen Teilen an Doz. Dr. Christoph Säly und Dr. Thomas Winder. Beide Preisträger sind am LKH Feldkirch tätig.

LDL-Cholesterin bei Diabetikern

Der Herzinfarkt ist mit Abstand die häufigste Todesursache bei Patienten mit Diabetes. Dozent Säly zeigt in seiner Arbeit, dass das LDL-Cholesterin bei Diabetespatienten heimtückisch ist: die LDL-Partikel sind kleiner und dringen dadurch leichter in die Gefäßwand ein, sind also besonders schädlich. Die Konsequenz daraus ist, dass bei Patienten mit Diabetes sehr niedrige LDL-Cholesterinwerte angestrebt werden müssen. Das ist mit der Kombination von Bewegung, gesunder Ernährung und modernen Medikamenten heute auch gut möglich. Jeder Patient mit Diabetes sollte seine LDL-Cholesterinwerte kennen und mit dem Hausarzt über die optimale Behandlung sprechen.

Marker für Magenkrebs 

Dr. Thomas Winder beschäftigte sich in seiner Arbeit mit den  genetischen Sorten  im CD44-Gen als Marker für eine besonders aggressive Form des Magenkrebs. Durch Analyse des Erbgutes des Krebsgewebes können also Rückschlüsse auf die Prognose der Erkrankung gezogen werden.

Erstmals war es möglich bei 137 Patienten mit Magenkarzinom spezifische, genetische Arten zu identifizieren, die für einen frühen Rückfall verantwortlich sind. Patienten die Träger dieser Mutation sind erleiden mehr als dreimal früher einen Rückfall als Patienten ohne diese Mutation.

Sollten diese Daten in großen prospektiven Studien bestätigt werden, könnte die Testung auf Veränderungen innerhalb des CD44-Gens bei der Identifizierung von Hochrisikopatienten helfen. Zudem scheint CD44 ein vielversprechender Ansatzpunkt in der Medikamentenentwicklung zu sein.

 

Quelle: Ärztekammer Vorarlberg

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