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Praxis 5. Juni 2007

Die Finanz „schnüffelt“ auch im Internet

Die Finanz benutzt Suchprogramme, um Daten aus dem Internet zu filtern, und hat offenbar Ärzte auf die Liste der „Problembranchen“ gesetzt.

„Derzeit werden zwar die Steuererklärungen elektronisch einge­reicht, eine ernsthafte automatisierte Prüfung und Analyse soll aber erst mit dem Ausbau der „E-Bilanz“, erfolgen“, so MEDTAX-Steuerberater Mag. Wolfgang Leonhart aus Wien. Doch aus anderen Richtungen pfeift ordentlich Wind: „Die Finanz kontrolliert beispielsweise Ebay und andere elektronische ,Marktplätze‘ mittels spezieller, automatisch agierender ,Spionage‘-Programme.“ Diese führen eine Art Rasterfahndung in Internetplattformen durch und protokollieren Details, die dann als Kontrollmaterial bei Finanzamtsprüfungen verwendet werden können. Alle „Webshops“ gelten nämlich als Rechnungswesen-Systeme und unterliegen damit den gleichen Aufbewahrungsbestimmungen wie die im Haus geführte Buchhaltung. Auch die individuellen Homepages von Firmen und Freiberuflern werden gerne auf verwertbares Kontrollmaterial durchforstet. Im Fall einer Prüfung ist dann beispielsweise bekannt, welche Öffnungszeiten eine Ordination anbietet oder ob es besondere Angebote an Patienten gibt.

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