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Praxis 19. Juli 2007

„Richtiger Kauf von EDV hat System“

Die Halbwertszeit neuer Technologien ist mitunter kurz. Deshalb ist die Nachfrage nach neuen Praxis-EDV-Systemen ungebrochen. Viele Ärzte sind auch auf der Suche nach einer Alternative zum bisherigen System.

„Bei jeder Kaufentscheidung von Ärztesoftware muss der Kunde neben der Qualität des Systems auch auf den Preis schauen“, so Wolfgang Gruber, Geschäftsführer des Ärztesoftwareanbieters Gruber ÄDV aus Enns. Sein Softwarehaus verfolgt hierbei schon seit Jahren die Strategie der größtmöglichen Transparenz bei der Angebotslegung. Gruber: „Was jedem beim Autokauf bekannt sein dürfte, ist, dass Angebote teilweise sehr günstig aussehen, aber dann unter Berücksichtigung der Zusatzwünsche sehr teuer werden. Manche Anbieter verfahren bei der Angebotslegung von Ärztesoftware genauso. Wenn wichtige Module nicht mit angeboten, sondern im Nachhinein verrechnet oder Wartungsgebühren nicht pauschal verhandelt werden, kommt es zu manch böser Überraschung. Dann sind günstigere Angebote oft in Summe teurer als die anderer Anbieter, die wegen dem Preis im Vorfeld trotz guter Programme schon im Vorfeld der Entscheidungsfindung ausgeschieden sind.“
Bei Gruber kann man sich deshalb über die Homepage ganz genau sein Wunschsystem samt Kalkulation zusammenstellen. Immer beliebter wird auch eine Art Mietkauf von Geräten, also ein „Rundum-Sorglos-Vertrag“. Die Anbieter am Ärztesoftwaremarkt verfolgen auch im Bereich der Hardware verschiedene Strategien. Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit, Markengeräte zu verwenden.

Höhere Preisspannen

Als Alternative werden von einigen Firmen selbstgebaute Computer angeboten, deren Bauteile am Weltmarkt gekauft werden. Die Intention ist klar: Die Preisspannen beim Verkauf selbstgebauter Geräte sind wesentlich höher. Aber diese Selbstbauten haben auch gravierende Nachteile für den Kunden. Bei Markenprodukten von renommierten Herstellern lassen sich beispielsweise Garantien und Gewährleistungen wesentlich leichter beanspruchen.

Risiko Billiggeräte

Außerdem sind die renommierten Markenhersteller auch mit den großen Softwareherstellern in engem Verbund. So wird dafür gesorgt, dass Programme einfach fehlerfreier laufen. In einem sensiblen Ordinations-EDV-Netzwerk mit möglicherweise eingebundenen Geräten ist die Verwendung von Billiggeräten aus Sicht von Gruber einfach ein zu großes Risiko.
Kaufinteressierte sollten vom Anbieter im Zusammenhang mit der Angebotslegung Daten wie Anwenderzahl (am besten mit Referenzliste), Wartungskosten inklusive aller Lizenzen, Hotlinezeiten sowie Sicherungskonzept erfragen. Leider machen viele Anwender die Erfahrung, dass gerade niemand von einer Herstellerfirma zur Verfügung steht, wenn Not am Mann ist. Rasche Hilfe bei Problemen, die immer und überall auftreten können, ist ein ganz wesentliches Beurteilungskriterium für den Hersteller eines Softwareprogramms. „Nur so lassen sich objektive Kaufentscheidungen abseits von der reinen Preisschlacht treffen“, meint Gruber.

Michael Dihlmann, Ärzte Woche 28/2007

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