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Praxis 24. April 2007

Die richtige Karte ausspielen

Nicht nur die Ärzte, sondern auch die medizinischen Fachangestellten sollten eine Visitenkarte haben. Denn damit können sie den Kontakt zu Patienten intensivieren.

Professionelle Praxis-Teams sollten immer für „den guten Namen“ werben und ihn geschickt ins Spiel bringen. Allerdings haben sich Visitenkarten als Instrument des Praxismarketings noch nicht durchgesetzt. Die Erfahrungen zeigen, dass wenige Praxischefs oder Arzthelferinnen Visitenkarten griffbereit bei sich tragen. Die Frage nach Visitenkarten löst nicht selten Erstaunen aus. „Ich habe gar keine“ oder „In der Praxis liegen welche aus“ sind typische Antworten. Wie sollten die Visitenkarten der Praxen aussehen? Als Faustregel gilt: Die Visitenkarten sollten vom Schriftbild, vom Logo und von der Gestaltung zu den übrigen Geschäftspapieren der Praxis passen. Für die Angaben auf der Karte sollten sich Praxis-Teams fragen, welche Angaben Patienten von der Praxis brauchen. Dazu gehören nicht nur der Praxisname, der Name des Arztes, Telefon-, Faxnummern, Internet- und E-Mail-Adresse und die Öffnungszeiten.

Auch bei Visitenkarten kommt es auf die richtige Dosis an

Auch besondere Sprechstunden wie Telefonsprechstunden, Notfallnummern oder Zusatzqualifikationen der Mitarbeiter können darauf vermerkt werden. Dabei kann auch die meist nicht genutzte Rückseite der Karte verwendet werden. Auch Arzthelferinnen, die für bestimmte Funktionsbereiche und Patientenberatungen zuständig sind, sollten Praxisvisitenkarten mit ihrem persönlichen Namensaufdruck bekommen. Wenn Praxen bestimmte Zielgruppen wie Ausländer betreuen, lohnt sich unter Umständen die Anschaffung von Visitenkarten in den entsprechenden Landessprachen. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass die Visitenkarten kein außergewöhnliches Format haben, sondern in eine Brieftasche, eine Geldbörse oder eine normierte Visitenkartenmappe passen. Wenn die Visitenkarten wirksam und typisch für die Praxis gestaltet und gedruckt sind, gilt die Devise: Nicht zu sparsam, aber auch nicht zu großzügig beim Verteilen der Karten sein! Auch dabei kommt es auf die richtige Dosis an. Visitenkarten können auch als Terminkarten mit der rückseitig eingedruckten Möglichkeit von Kontrollterminen, Uhrzeiten oder Besonderheiten gestaltet werden. Eine weitere Möglichkeit, ist eine Plastik-Schutzhülle für die Krankenversichertenkarten, die mit den entsprechenden Angaben bedruckt wird.
Für den Einsatz von Visitenkarten in Arztpraxen gelten einige Faustregeln:
• Jeder Patient sollte eine Visitenkarte der Praxis bekommen.
• Visitenkarten werden nur persönlich überreicht.
• Werden Rezepte, Rechnungen oder Verhaltensanleitungen per Post verschickt, sollte stets eine Visitenkarte beigelegt werden.
• In der Hausbesuchs- und Notfall-Tasche des Praxischefs sollten sich außer den erforderlichen Formularen immer genügend Visitenkarten befinden.
• Besucht der Arzt eine Fachmesse, einen Kongress oder eine Weiterbildungsveranstaltung, sollte er genügend Karten bei sich haben.

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