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Praxis 20. Februar 2007

Sonderklassegelder fallen durch den Rost

Ein Steuervorteil für Gewinne bei Einnahmen-Ausgaben-Rechnern wird voraussichtlich nicht zum Tragen kommen: Die Berücksichtigung von eigentlichen Sonderklassegeldern.

Seit heuer ist das Steuergesetz zur Förderung von Einnahmen-Ausgaben-Rechnern in Kraft. Bis zu zehn Prozent des Gewinnes bleiben hierbei steuerfrei, wenn man dafür bestimmte begünstigte Investitionen tätigt und diese Investitionen vier Jahre im Betrieb behält.
Insgesamt ist die Begünstigung je Steuerpflichtigem mit 100.000 Euro pro Jahr begrenzt. Doch bei genauerem Hinsehen werden nicht alle Steuerpflichtigen gleich behandelt: Der Ausschluss der Sonderklassegebühren von dieser Steuerbegünstigung wird nämlich jetzt gesetzlich geregelt.
Ursprünglich hatte das Finanzministerium diese Einschränkung nur per Erlass verfügt. Da man offenbar erfolgreiche Rechtsmittel gegen diese von Fachleuten als systemwidrig bezeichnete Einschränkung per einfachem Erlass befürchtet, soll das Gesetz abgeändert und Berufungen ein Riegel vorgeschoben werden.
Laut vorliegendem Gesetzesentwurf sind nur die eigentlichen Sonderklassegelder, soweit diese als selbständige Einkünfte ausbezahlt werden, von der Einschränkung betroffen. Andere selbständige Arzthonorare, wie jene aus Praxisvertretungen oder der Tätigkeit als Konsiliararzt, dürften nicht be-troffen sein.

www.leonhart.at

www.leonhart.at, Ärzte Woche 8/2007

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