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Praxis 13. November 2006

Schlechte Arbeitsbedingungen

Eine ergonomische Gestaltung der Bildschirm-Arbeitsplätze ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Die Bildschirmarbeitsverordnung (BS-V) regelt genau, wie ein Arbeitsplatz am Computer aussehen muss, damit die Gesundheit des Arbeitnehmers nicht gefährdet wird.
Einer der häufigsten Fehler ist die falsche Platzierung des Bildschirmes. Der Monitor muss in angemessenem Abstand vom Benutzer stehen, leicht dreh- und schwenkbar sein. Kontrast und Helligkeit müssen verstellbar, das Bild stabil und flimmerfrei sein.
Eine parallele Anordnung des Bildschirms zu eventuellen Fensterflächen sowie eine reflexionsarme Oberfläche minimieren eine Blendung durch reflektiertes Licht. Vorgeschrieben sind strahlungsarme Geräte.
Eine weitere Fehlerquelle sind ungeeignete Büromöbel. Nur ein dynamisches Sitzen garantiert, dass keine Verspannungen auftreten.
Wichtig für eine komfortable Sitzposition ist auch die Höhe, Form und Platzierung des Schreibtisches. Zu beachten sind auch hier reflexionsarme Oberflächen, abgerundete Ecken und Kanten und eine ausreichende Beinfreiheit unter dem Schreibtisch.
Sind die Arbeitsbedingungen nicht optimal, leidet die Konzentrationsfähigkeit und Fehler schleichen sich ein. Nicht zu vergessen sind krankheitsbedingte Fehlzeiten, die dem Arzt in Form von Lohnfortzahlung direkt Geld kosten.
Die Umrüstung mangelhafter Computer-Arbeitsplätze gemäß den gesetzlichen Vorgaben kostet zwar Geld, die Ausgaben werden sich jedoch durch weniger Fehlzeiten und effektiveres Arbeiten der Angestellten schnell amortisieren! 

GK

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