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Praxis 13. November 2006

Online-Warnung: Achtung extrem giftig!

Kaum schlagbar ist die Homepage der Toxikologischen Abteilung der II. Medizinischen Klinik der Technischen Universität in München: www.toxinfo.org.  Ihre Forschungsschwerpunkte: schwere Vergiftungen mit Arzneimitteln, Pilzvergiftungen, Vergiftungen mit Pflanzenschutzmitteln und Unkrautvernichtern, Drogenvergiftungen und Drogenentzug, Schwermetallvergiftungen und die Erforschung von Umweltvergiftungen. Lebensrettende Sofortmaßnahmen werden für Ärzte - von der 5 Finger-Regel über die Giftentfernung bis zur Antidottherapie - übersichtlich ins Gedächtnis gerufen. Auf einen Blick sieht der medizinische User die Geräte für die Toxikologische Notfallausrüstung. 

Pilzdatenbank und Toxinfo-Datenbank über Tiere

Besonders informativ ist der Pilz-Informationsdienst. Die Pilzdatenbank beschreibt Speisepilze, Giftpilze und Pilzvergiftungssyndrome für Ärzte, medizinisches Fachpersonal, Pilzsammler und interessierte Laien. Bei der Datenbanksuche kann nach allen gängigen deutschen Pilznamen, nach wissenschaftlichen lateinischen Namen und teilweise nach englischen Synonymen gesucht werden. Ergänzt wird die Datenbank mit einer anschaulichen Pilzgalerie sprich Fotogalerie von Pilzen. 
Mehr als umfangreich ist die Datenbank über giftige Schlangen, Skorpione, Spinnen, Quallen, Kegelschnecken und Fische. Sie ist unter www.toxinfo.org in der Rubrik Gifttiere der II. Medizinischen Klinik der Technischen Universität München zu finden. Weiters kann auf der Publikationsseite Fachliteratur heruntergeladen werden.
Die Informationszentrale gegen Vergiftungen der Universität Bonn, www.meb.uni-bonn.de/giftzentrale/pflanidx.html,  informiert auf ihrer sehr einfachen, aber übersichtlichen Seite über Giftpflanzen. Beim Klick auf die Pflanze erfährt der User den Standort der Pflanze, typische Merkmale, welche Teile der Pflanze giftig sind, die kritische Dosis und mögliche Symptome sowie Erste Hilfe.
Ein weiteres Service bietet die ICSC, die Faktendatenbank der WHO und des International Labour Office (ILO). Interessierte erhalten Informationen sowie Sicherheitsrichtlinien zu toxikologischen Stoffen. Die Seite informiert in deutscher Sprache über Warnhinweise, Schutzmaßnahmen, Feuerbekämpfung, Erste Hilfe, Transport- und Umweltgefährdung. 

Volldatenbanken

Die Volldatenbank der National Library of Medicine, http://chem.sis.nlm.nih.gov/chemidplus/setupenv.html,  informiert mit einfachem Webdesign über 344.000 chemische Substanzen. Angeführt werden CAS-Nummern (Chemical Abstract Service Nummern), sowie chemische Formeln, Frei- und Handelsnamen. Ein weiterer Webtipp ist das Chemical Carcinogenesis Research Information System (CCRIS), http://toxnet.nlm.nih.gov: Es erhält Ergebnisse und vollständige Referenzangaben von Prüfungen chemischer Substanzen auf carzinogene, cocarzinogene, tumorhemmende und mutagene Wirkung.
Toxline, http://toxnet.nlm.nih. gov/cgi-bin/sis/htmlgen?toxadv, kann schließlich als Literaturdatenbank der National Library of Medicine mit rund 2,7 Millionen Eintragen empfohlen werden. Als Informationsbasis dienen Zeitschriftenartikel, Kongressberichte, Monographien sowie technische Berichte. 

Cornelia Mayr, Ärzte Woche 43/2002

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