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Praxis 10. November 2006

News via Email

Was eine Email ist, muss kaum erklärt werden. Auch blutige Internet-Anfänger wissen in der Regel schon nach wenigen Tagen, wie man digitale Briefe empfängt und versendet. Doch bald stellt sich der erste Frust ein, nämlich dann, wenn tagelang keine Nachricht eintrifft. Erst muss sich noch herumsprechen, dass man neuerdings eine Email-Adresse hat.
Eine nützliche Einrichtung bringt dafür regelmäßig Neues ins Postfach. Ein Newsletter ist rein technisch gesehen eine Email, die an viele Adressaten geschickt wird, kurz ein Massenbrief. Viele Internet-Seiten, die ein spezielles Gebiet umfassen, bieten die Versendung der Massenmail an, um ihre Klientel über neueste Entwicklungen in dem jeweiligen Fach am Laufenden zu halten.
In der Regel muss man einen Newsletter aktiv abonnieren. Zur Anmeldung steht meist ein kleines Online-Formular zur Verfügung, wo der Interessierte seine Email-Adresse einträgt. Das Beenden eines Abos verläuft ähnlich. Die Inhalte sind so vielfältig wie das Zeitschriftenangebot. Manche Newsletter sind persönlich, fast wie ein Brief gehalten, andere neutral wie eine seriöse Zeitschrift. Ebenso unterschiedlich sind auch die Qualität und die zeitlichen Intervalle der Aussendung.

Qualität finden

Wo liegen nun die Vorteile medizinischer Newsletter? Es gibt viele medizinische und wissenschaftliche Seiten, die seriöse und wissenswerte Informationen versenden. Die Neuigkeiten umfassen ein breites Feld. Die Palette reicht von Besprechungen interessanter Diagnosen, Reportagen, brandneuen Forschungsergebnissen bis zu Berichten über pharmazeutische Produkte. Die Email kann bereits die gesamte Information enthalten oder auch nur kurz gehaltene Hinweise mit einem Link auf die entsprechende Webseite aufweisen.

Da es sich dabei auch um sensible medizinische Inhalte handelt, ist es üblich, zuvor sicher zu stellen, dass der Abonnent einen medizinischen Beruf ausübt. Dazu gehören in der Regel auch Medizinstudenten. Gelegentlich werden auch diplomierte Fachpersonen zugelassen. Der Nachweis wird auf vielfältige Weise verlangt. Manchmal genügt es, nur ein Kästchen anzuklicken, mit dem der User dies garantiert. Dem Neueinsteiger soll noch eine Warnung mit auf den Weg gegeben werden: Bei der unglaublichen Vielfalt an Newslettern sollte man sich beim Abonnieren etwas einschränken. Nur wirklich qualitätsvolle Mails sind die Zeit wert. Wird das Mailfach täglich von einem Dutzend Newsletter überfüllt, so löscht der überforderte User oft alle, ohne auch nur einen Blick zu riskieren. Findet er hingegen nur einen vor, so wird er sich eher mehr Zeit dafür nehmen. Kurz gesagt gilt: Weniger ist Mehr!

Raoul Mazhar, Ärzte Woche 18/2002

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