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Praxis 30. Oktober 2006

Trunkenes Web: Neue Alkohol-Ratgeber

"Mit des Bieres Hochgenuss wächst des Bauches Radius" ist unter dem Stichwort Alkohol in einer Trinkspruchdatenbank im Internet zu finden. Ihre Suche ist naturgemäß um einiges qualifizierter. Wir machen daher einen kleinen Rundgang durch medizinische "Alkohol-Webseiten".

Detaillierte Suche

Etoh, die Website des Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism, ist einsame Spitze auf dem Gebiet der englischsprachigen Datenbanken. Die Alcohol and Alcohol Problems Science Database bietet einfach und übersichtlich genau das, was dem User genehm ist: eine sehr detaillierte Suche.
So können Publikationen auf http://etoh.niaaa.nih.gov/expanded.htm nicht nur nach dem Autor, dem Titel, der ISBN-Nummer usw., sondern auch unter "Publication Type", "Language" und "Copyright Year" gefunden werden.
Allein bei der Eingabe "german" erhält man fast über 1.300 Einträge - die ersten 100 mit jeweils genauen Beschreibungen. Dann kann gewählt werden, in welcher Art die nächsten Einträge aufgelistet werden. Zum Beispiel: als Biblio AB mit genauen Beschreibungen, als Short Web mit einer kurzen Übersicht oder einfach in einer Tabelle als Table Web mit den Kategorien Author, Title und Link, wo man zu detaillierteren Infos kommt. Eine genaue Beschreibung hilft dem User die spielerischen Details zu erfahren.

Studienteilnehmer gesucht

Praxisorientiert ist die Homepage der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin: Interessenten für eine Studie werden von einem Pflege- und Ärzteteam in Hannover gesucht. Die Untersuchung soll zeigen, ob alkoholkranke Patienten über das Trainingsprogramm zum kontrollierten Trinken weniger Alkohol konsumieren. Weiteres auf der Seite www.dgsuchtmedizin.de.
Neben aktuellen Studien bringt die Seite eine Berichterstattung über Kongresse, eine Terminübersicht über wichtige Veranstaltungen aus allen Bereichen der Suchtmedizin, sowie Gesetzestexte zur substitutionsgeschützen Behandlung. Die Seite hat rund 200 Links aus dem Bereich der Suchtmedizin anzubieten. Der User hat die Möglichkeit, neue Links in die Link-Galerie einzufügen. Die Leitlinien des DGS-Arbeitskreises soll "einer möglichst großen Zahl der am Thema Engagierten Gelegenheit geben, Stellung zu beziehen und ihre Argumente vorzutragen. Sei es Vertretern aus Wissenschaft, der Klinik, der Praxis oder (Gesundheits)Politik, seien es Darstellungen grundsätzlicher Positionen, Zusammenfassungen empirischer Studien oder Übersichtsarbeiten, Berichte aus der Praxis oder beispielhafte Falldarstellungen oder Kommentare."

Know-how und praktische Erfahrung

"Unser Know-how und die enorme praktische Erfahrung sollen nun auch via Internet den Betroffenen und Angehörigen, aber auch den Fachleuten oder interessierten Laien als Ratgeber, Kommunikations- & Informationsplattform zur Verfügung stehen", heißt es auf der österreichischen Seite www.api.or.at des Anton Proksch-Instituts. Als modernes österreichisches Therapiezentrum versucht das Institut, Hilfe, Information und Beratung in allen Fragen zur Alkohol-, Medikamenten- & Drogenabhängigkeit zu geben. Die eigentliche Forschungstätigkeit wird vom Ludwig-Boltzmann-Institut für Suchtforschung (LBISucht) durchgeführt. Auf der Homepage kann sich der User die Publikationen von 1973 bis heute downloaden. Die AlkoholKoordinationsStelle (AKIS) wirkt im Bereich der alkoholspezifischen Datensammlung und -aufbereitung.

Suchtlinks

Zum Abschluss unseres Alko-Rundganges einige Seiten, auf denen Links gesammelt werden: Die Universität Kaiserslautern, www.uni-kl.de/FB-Biologie/AG-Zankl/alkolinks.htm bietet eine lange Liste. Darunter sind natürlich nicht ausschließlich Links für den medizinischen Fachmann zu finden. Interessant sind allerdings die Tipps für Homepages von Selbsthilfegruppen, die man weitergeben kann. Unter www.lzg-bayern.de/zis/linkpage.htm findet man Suchtlinks der Zentralen Informationsstelle Sucht (ZIS). Diese Seite ist ausführlich, gut gegliedert und verfügt auch über einige Literaturlinks.

Cornelia Mayr, Ärzte Woche 44/2002

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