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Praxis 11. Oktober 2006

"Smörrebröd, Smörrebröd - Rum tum tum tam"

Oslo. Die norwegische Softwareschmiede Opera hat die endgültige Version 7 für Windows ihres gleichnamigen Browsers vorgestellt. Für Opera 7 hat das Unternehmen die gesamte Rendering-Engine neu geschrieben. Nach Angaben von Opera ist die Version der bisher schnellste und kleinste Browser aus dem Haus, obwohl das Paket mit einer Gesamtgröße von 3,4 MB nur geringfügig kleiner ist als die Vorgängerversion Opera 6 mit 3,5 MB.

Bereits im letzten Jahr hat Microsoft versucht, Benutzer von Opera und Mozilla auszusperren. Anhand des UserAgent (ein beim Surfen jederzeit verschickter Text, der die Browserkennung und -version enthält) wurde bestimmt, ob der eingesetzte Browser zugelassen ist oder nicht. Wer nicht reinkam, fand lediglich eine Seite, die auf den "MSN Explorer" sowie den "Internet Explorer" für Windows und Macintosh verwies.

Kreative Skandinavier

Skurril mutet der letzte Schritt des norwegischen Softwarehauses Opera in seiner Auseinandersetzung mit Microsoft an. Nachdem die Microsoft-Tochter MSN.com den Browser Opera nicht vollständig unterstützte, haben die Norweger als Retourkutsche eine spezielle "Bork"-Version ihrer Software herausgebracht. Diese übersetzt die gesamte MSN.com-Seite in den Dialekt des schwedischen Kochs der Muppet-Show, der vor allem durch seinen wiederkehrenden Ausspruch "Smörrebröd, Smörrebröd - Rum tum tum tum" bekannt geworden ist.
Ansonsten ist die Version allerdings ein vollständiger Browser.

Unvollständig

Opera hatte MSN.com vorgeworfen, den Benutzern des alternativen Browsers nur eine unvollständige Seite zu bieten. Nach Darstellung von MSN konnte Opera einige der Funktionen nicht unterstützen. Die Microsoft-Tochter bot daher eigene Seiten für Opera-User an.
Inzwischen unterstützt die Seite Opera 7 vollkommen. Benutzer von älteren Versionen des Browsers sind allerdings nach Angaben von Opera weiterhin benachteiligt.

Zusammenarbeit gefragt

"Das ist ein Scherz", erklärte Mary Lambert, Produkt-Manager bei Opera. "Wie auch immer, wir wollen damit darauf aufmerksam machen, wie ein Browser den Inhalt des Internets verändern kann. Der Erfolg des Internets hängt davon ab, dass die Entwickler von Software und Webseiten zusammenarbeiten."
Das ist nicht die erste Auseinandersetzung zwischen dem Softwarehaus aus Oslo und Microsoft. Bereits 2001 wurden Opera-User von der MSN-Seite benachteiligt. Bei der Verwendung von hotmail.com können Opera-User keine Attachments versenden, solange sich der Browser nicht als Internet Explorer ausgibt.
Der Browser lässt sich durch die freien Konfigurierungsmöglichkeiten gut anpassen und eignet sich durch die neuen, sinnvollen Features genauso für Gelegenheits-Surfer wie für Profis und Webdesigner. Opera 7 kann in einer kostenlosen Version mit einem kleinen Werbebanner oder bannerfrei um 39 US-Dollar downgeloadet werden. Da in Version 7.0 eine Sicherheitslücke aufgetreten ist hat Opera bereits auf dem FTP-Server eine Update-Version zum Download (ftp://ftp.opera.com/pub/opera/) bereit gestellt.

Quellen: PTE, www.opera.com, www.telekom-presse.at, www.onlinekosten.de

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