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Praxis 10. Oktober 2006

Wasserschäden an Festplatten

Bonn. Festplatten, die wie etwa bei den Katastrophen in Ostdeutschland Wasser ausgesetzt wurden, können manchmal gerettet werden. Ein Wasserschaden bedeutet noch nicht zwangsläufig den vollkommenen Verlust der Daten. Das erklärte das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) www.bsi.bund.de
Das größte Problem eines Wasserschadens bestehe darin, dass sich beim Trocknen auf der Oberfläche der Speichermedien in Festplatten Kristalle bilden. Beim Anlaufen der Festplatte führt dies nach wenigen Sekunden zur Zerstörung des Schreib-/Lesekopfes. "In diesen Fällen kann dennoch eine Rettung der Daten gelingen. Die Grenzen der Datenrettung sind erst dann erreicht, wenn die physikalischen Informationen durch Beschädigung der Medienbeschichtung nicht mehr vorhanden sind", so BSI-Sprecher Michael Dickopf.
"Die Grundregeln bei Wasserschaden lauten: Starten Sie den Rechner nicht neu, öffnen Sie nicht selbstständig die Festplatten, reinigen oder trocknen Sie die Geräte nicht, sondern verpacken Sie sie in einen Plastikbeutel - möglichst luftdicht - und senden Sie sie an ein professionelles Datenrettungsunternehmen."
Muss zwar für die Reparatur mit etwa 1.500 bis 2.000 Euro gerechnet werden, bieten viele Unternehmen im Zusammenhang mit der jüngsten Flutkatastrophe Sonderkonditionen an.
Vorsicht sei auch bei Speichermedien geboten, die sensible Daten enthalten. Bevor man einen Datenträger wegwirft, gelte es zu bedenken, dass eine Rekonstruktion der Inhalte unter Umständen noch möglich ist. Das BSI empfiehlt in diesem Fall eine mechanische Zerstörung.

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