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Praxis 10. Oktober 2006

Hard- und Software aus getrennter Hand

Aufgrund des steigenden Bedarfs haben sich schon sehr viele kleinere Computer-Firmen auch in entlegeneren Regionen etabliert. Meist befindet sich eine solche schon in akzeptabler Entfernung von ihrer Ordination.
Wenn diese in der Lage ist (das ist meistens der Fall), die Lieferung und Installation der Hardware zu übernehmen, so hat dies zahlreiche Vorteile.
Oft sind es nur Kleinigkeiten, die eine Störung verursachen. Wenn dann ein Techniker von weit her geholt werden muss, so schlägt sich das dann in enormen Kosten nieder. Ganz kritisch kann dies bei einer Garantieabwicklung werden, die ja grundsätzlich kostenpflichtig ist.
Man möge sich folgendes Beispiel auf der Zunge zergehen lassen: Der Bildschirm fällt aus. Die Firma schickt aus hundert Kilometer Entfernung einen Mann. Der Bildschirm wird abgebaut, das Ersatz-Gerät aufgestellt. Der defekte Schirm muss spesenträchtig der Erzeugerfirma zugeführt werden.
Nach einiger Zeit wird der reparierte Schirm wieder gebracht und gegen das Ersatzgerät ausgetauscht. Da können locker schon einmal 350 bis 400 Euro anfallen. Für dieses Geld bekommt man schon einen nagelneuen Luxus-Schirm. Ein lokales Computer-Shop wickelt dies unter Umständen völlig kostenlos ab.
Auch gewisse Erweiterungen, wie beispielsweise Internet-Anschluss, werden von Firmen in der Umgebung sicher unvergleichlich günstiger vorgenommen. Ärztesoftwarehersteller tragen dieser Situation immer stärker Rechnung und stützen sich bei der Hardware zunehmend auf lokale Firmen. 
Um zu großen ständigen Kontakt mit dem Hardwareanbieter zu vermeiden, sollte periodische Reinigung und Überprüfung der Anlage im Abstand von etwa ein bis zwei Jahren erfolgen.
Es sammeln sich Unmengen von Staub in den Geräten an, die die Kühlung beeinträchtigen und in der Folge zu größeren Schäden führen können. Auch unterliegen die Ventilatoren einer Abnützung und sollten des öfteren gewechselt werden.
Bei durch Verschmutzung blockiertem Ventilator des Netzteils können sogar Brände entstehen. Auch sollte die in jedem Computer befindliche sogen. CMOS-Back-Up Batterie (Versorgung der System-Uhr und der Speicher für die Start-Konfiguration) etwa alle drei Jahre gewechselt werden. Geschieht dies nicht, müssen Sie damit rechnen, dass sich der Computer plötzlich nicht mehr starten lässt!

Quelle: 
Arzt und EDV, Dr. Heimo Waldmann, 03336/2433-0

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