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Praxis 10. Oktober 2006

Computerkosten nach der Anschaffung

Ein Computer verbraucht inklusive Bildschirm etwa 80 bis 90 Watt pro Stunde, wobei der Bildschirm-Anteil bei ca. 60 bis 70 Prozent liegt. Verwenden Sie einen Flachbildschirm, so können Sie ca. 60 Watt insgesamt annehmen. Ein Server wird heute üblicherweise nicht oder nur bei längeren Betriebsunterbrechungen abgeschaltet. Die gleichmäßigen Temperaturverhältnisse und mechanischen Zustände erhöhen die Sicherheit, der zu veranschlagende zusätzliche "Leer"-Verbrauch liegt bei etwa 500 Kilowattstunden pro Jahr.

Stromkosten kalkulieren

Auch sollte man sich bei den laufenden Gesamtkosten keine Illusionen machen: Die Summe aller laufenden Kosten (Software, Hardware-Reparaturen, Betriebsmittel) inklusive der irgendwann einmal veralteten und zu ersetzenden Hardware sind heute bei einer durchschnittlich großen Ordination realistischerweise mit jährlich etwa 7.000 Euro anzusetzen.
Betriebliche Anlagen sind nach etwa drei Jahren derart veraltet oder reparaturanfällig, dass nach dieser Zeit an eine komplette Erneuerung gedacht werden sollte. Wer's nicht zugibt, lügt sich "in den Sack".
Die Versicherung von EDV-Anlagen gestaltet sich sehr problematisch. Normale Geräte-Versicherungen sind meist teuer, Abnützungsschäden sind damit nicht abgedeckt. Mittelfristig steht die Prämie bald nicht mehr im Verhältnis zum Zeitwert der Anlage, der aber im Schadensfalle als Vergütungsgrundlage herangezogen wird.
Als Alternative gibt es so genannte Datenverlustversicherungen. Diese Versicherungssparte sieht auf den ersten Blick gut aus, ist aber problematisch, weil die Bewertung eines Schadens sehr schwierig ist.
Verluste müssen nachgewiesen werden, die Bewertung der entstandenen Unbill aufgrund des Informationsmangels ist sehr individuell. Da bei echtem Daten-Verlust eine Wiederherstellung gar nicht möglich ist, können Sie auch keine Kosten angeben und geltend machen.
Wenn man schon so eine Versicherung abschließt, dann sollten schon bei Abschluss die möglichen Ereignisse und die in Aussicht gestellte Schadenersatz-Leistung festgelegt werden.

Quelle: Arzt und EDV, Dr. Heimo Waldmann, 03336/2433-0

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