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Praxis 23. Mai 2006

Längere „Schonfrist“ für Verlustbetriebe

Ab 2007 sollen Verluste der jeweils letzten drei Jahre ungeachtet des Zeitpunktes der Ordinationseröffnung als Sonderausgaben vortragsfähig sein.

Die zunehmende Konkurrenz unter den Arztpraxen führt manchmal zu längeren Perioden, in denen kein Gewinn erzielt wird. Dies hatte in der Vergangenheit gelegentlich auch steuerliche Probleme zur Folge: Da Ärzte im Normalfall Einnahmen-Ausgabenrechner sind, stand bisher nur in den ersten drei Jahren nach Praxiseröffnung das Recht auf Verlustvortrag zu. Wenn also in einem späteren Jahr ein Verlust entstand, konnte dieser nicht mehr in den Folgejahren steuerlich mit (dann hoffentlich erzielten) Gewinnen oder anderen positiven Einkünften auf-gerechnet werden. Damit wäre ein solcher Verlust „verfallen“, was jedenfalls einen steuerlichen Nachteil bedeutet. Eine Sanierung dieses Mankos war nur durch Umstieg auf Bilanzierung im weiteren Verlustjahr möglich, was aber mit zusätzlichen Kosten in einer wirtschaftlich ohnehin schwierigen Situation verbunden war. Hier kommt es durch eine geplante Gesetzesänderung zu einer leichten Verbesserung: Ab 2007 sollen bei Einnahmen-/Ausgabenrechnern Verluste der jeweils letzten drei Jahre ungeachtet des Zeitpunktes der Betriebseröffnung als Sonderausgaben vortragsfähig sein.

www.leonhart.at

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